"Diese Texte sind Fiktion. Alle Personen und Gegenstände sind nicht real. Sie basieren auf dem Rollenspiel Vampire: Die Maskerade."

 


 

Tageszeitungen vom Montag 11.01.1999
 

DROGENBANDE IN BÜTTENDORF AUSGEHOBEN

 

In der Nacht von Freitag auf Samstag gelang der Polizei ein großer Schlag gegen die Drogenmafia. Nachdem in Büttendorf, einem kleinen, ländlichen Dorf in Ostwestfalen, Anwohner heftige Schießereien und sogar einige Detonationen der Polizei meldeten, rückte ein Sondereinsatzkommado aus. Kommissar Dorfman: "Wir sind gerade zur rechten Zeit gekommen. Momentan vermuten wir, dass zwei verfeindete Syndikate sich einen Schusswechsel geliefert haben, bei dem auch Handgranaten zum Einsatz kamen. Es wurden Kokain und Marihuana im Gesamtwert von ca. 50.000 DM sichergestellt. Es gab insgesamt 6 Tote und 3 Schwerverletzte. Auch ein Polizeibeamter wurde beim letzten Schusswechsel verwundet. Einen solchen ausufernden Akt der Gewalt haben wir bisher noch nicht erlebt!" (Beamte dreht sich kopfschüttelt weg). Später wurde bekannt, dass einer der Rettungswagen ausbrannte, der ein schwerverletztes Mitglied von einer der beteiligten Banden ins Krankenhaus Lübbecke bringen sollte. Im Wagen wurden die bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichen des Arztes und des Fahrers gefunden, nicht jedoch die des Verletzten. Die Polizei vermutet daher, dass Komplizen den Wagen gestoppt und den Verletzten befreit haben. Es ist davon auszugehen, dass Angehörige der Verbrecherbanden noch immer auf freiem Fuß sind. Die Polizei bittet um Mithilfe und sachdienliche Hinweise.

(Bem. der SL: Die Spieler waren sauschlecht bei der Durchführung, aber es war super-genial-LUSTIG! - Lob an die SCs & NSCs)

 


 

 

Am 16.01.99 wurde im PC der Anarch Wolfgang Schneider gesehen. Hinweise bitte an den Prinzen oder an einen der Primogene. Auf Schneider ist die Blutjagd ausgerufen!

 


 

Ein Schreiben an die Kainiten Deutschlands

 

An alle Kainskinder!                                                          19. Januar 1999


Die Domäne Teutoburg, hat zur Zeit einen Waffenstillstand mit den Wolflingen vereinbart. Aus diesem Waffenstillstand geht hervor, dass alle Kainskinder die Wälder NICHT zu betreten haben. Erfolgt dies doch, so werden die Wolflinge Konsequenzen daraus ziehen, welches zur Vernichtung vieler Kainskinder führen würde.
Die Domäne fordert deshalb alle auf, sämtliche Waldgebiete in und am besten auch um die Domäne Teutoburg weiträumig zu meiden. Wird dieses nicht eingehalten, wird mit harten Konsequenzen gegen den oder die Täter vorgegangen.
Die Domäne Teutoburg bittet darum dieses Schreiben an alle Kainskinder weiterzuleiten.
 

    HenRick Nachtigall
    Archont

 


 

Tageszeitungen vom 30.01.1999

 

BRANDSTIFTUNG IN DER ALTSTADT

 

Gegen 22:45 Uhr brach gestern Nacht ein Feuer in der Parfümerie Douglas, gegenüber unserer Geschäftsstelle Bielefeld, am Niederwall aus.

 

Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser gerade noch verhindern. Die Parfümerie sowie die oberen Stockwerke des Hauses, in dem sich neben einer leer stehenden Wohnung auch das Architekturbüro Kruse befand, fielen zum Großteil den Flammen zum Opfer. Anwohnern fiel ein Mann auf, der sich mit einem Benzinkanister in der Hand in der Nähe des Tatorts aufhielt. Die Polizei bittet um Mithilfe bei der Suche nach dem Verdächtigen. Er soll ca. 1,80 m groß sein, eine schwarze Lederjacke, sowie blaue Jeans getragen haben. Auffälligstes Kennzeichen ist der kahl geschorene Kopf.

 


 

Tageszeitungen vom 30.1.1999

 

BLUTLEERE LEICHE IN FLUSS GEFUNDEN

SCHON AM SAMSTAG NACHMITTAG WURDE EINE LEICHE IN DER ELSE VON SPAZIERGÄNGERN GEFUNDEN

 

Der Mann wird auf ca. 65-70 Jahre geschätzt. Der Körper scheint schon eine ganze Weile im Wasser gelegen zu haben, vermutlich wurde er erst jetzt von der Strömung ans Ufer getrieben. Die Polizei vermutet, dass es sich bei dem Opfer um den 67 Jahre alten Rentner Herbert K. (Name geändert) handelt, der seit Ende Dezember als vermisst gilt. Ein weiteres Rätsel ist, dass die Leiche absolut blutleer war. Der Gerichtsmediziner sagte, es wäre möglich, dass die Leiche in der Zeit, in der sie im Wasser gelegen hat, ihr Blut verloren haben könnte. Dazu müsste allerdings eine Wunde vorhanden sein, doch außer einer kleinen Verletzung am Hals des Opfers waren keine größeren Verletzungen zu finden, die für solch einen immensen Blutverlust in Frage kämen. Die Halswunde scheint durch einen spitzen Gegenstand verursacht worden zu sein.

 


 

Brief von Thomas Malfort an die Domäne          2.2.99                        

An alle Kainiten der Domäne Teutoburg:

Vor vielen Jahren bin ich dem Ruf unseres altehrwürdigen Prinzen Konrad von Tecklenburg gefolgt, um ihm mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und seine Domäne gegen die Feinde der Camarilla und die ständige Bedrohung durch die Lupinen zu verteidigen. Die Zusammenarbeit war über Jahrhunderte hin sehr fruchtbar und hat der Domäne zu ihrem heutigen Status verholfen. Viele Kainiten sind gekommen und gegangen in dieser Zeit, doch was Bestand hatte, war die Domäne und der Zusammenhalt der Kainiten, die unter dem Banner Teutoburgs eine Zuflucht und ein Heim gefunden hatten, sowie der Respekt, den man jedem Kainiten (ob Neonate, Ancilla oder Elder) entgegenbrachte. In letzter Zeit wurden und werden üble Verleumdungen gegen Haus und Clan Tremere vorgebracht, die ebenso unhaltbar und lächerlich wie einfach unverschämt sind. Haus und Clan Tremere hat sich immer der Familie Tecklenburg (und damit dem Prinzen und der Camarilla) loyal gezeigt. Es ist absolut unverständlich,  warum weite Teile der Kainiten dieser Domäne dies anzuzweifeln wagen, obwohl sie nicht mal annähernd in der Lage sind, sich den Zeitraum lediglich vorzustellen, den diese Zusammenarbeit zum Wohle der Camarilla bereits andauert. Gerade von diesen Personen wird Haus und Clan Tremere vorgeworfen, was sie sich durch ihre eigene Unfähigkeit selbst auf das Banner geschrieben haben. Haus und Clan Tremere sieht sich von der Kainitenschaft der Domäne Teutoburg immer wieder ungerechtfertigten Beschuldigungen und mangelndem Respekt ausgesetzt. Bisher habe ich über diese Mißstände wohlwollend hinweggesehen, in letzter Zeit ist das Verhalten verschiedener Kainiten aller Clans gegenüber Mitgliedern von Haus und Clan Tremere nicht mehr tolerierbar und ufert zuweilen auch in mutwilliger und völlig sinnloser Sachbeschädigung aus.


Ich als Oberhaupt und Blutältester meines Clans sehe dies als persönlichen Angriff an und ziehe daraus nun Konsequenzen, da meine Geduld über die Maßen strapaziert ist.

Ich sehe mich daher zu folgenden Schritten genötigt:

1. Die Städte Löhne, Bad Oeynhausen sowie die umliegenden Ländereien sind ab sofort als Lehen Haus und Clan Tremeres anzusehen. Das Betreten ist unter härtester Strafandrohung untersagt. Dies bezieht sich ebenfalls auf Vertraute. Zutritt wird nur nach vorheriger Absprache gewährt. Kainiten, deren Zuflucht sich innerhalb dieses Gebietes befindet, haben diese binnen einer Woche ab heutigem Datum zu verlassen. Zuwiderhandlung wird strengstens bestraft. Ich warne alle, mich nicht auf diesem Gebiet zu testen! Das Gildenhaus erklärt sich noch immer der Domäne zugehörig.

2. Alle magischen Sicherungen jeglicher Art der Elysien sowie der Treffpunkte sind mit heutigem Datum aufgelöst.

3. Haus und Clan Tremere verweigert jegliche Zusammenarbeit mit Kainiten der Domäne Teutoburg. Dienste wie Bluttests werden ausgesetzt.

4. Die öffentlichen Chantry-Sitzungen werden ersatzlos gestrichen.

5. Gewährte Kredite werden mit heutigem Tage fällig und sind inklusive Zinsen sofort anzuweisen.

Ich wünsche dem neuen Prinzen, Herrn Kai von Bergen, viel Erfolg bei seinen Bemühungen, diesen Haufen Neugeborene, deren Unfähigkeit nur noch durch Mangel an Respekt überboten wird, in einigermaßen gerade Bahnen zu lenken.

Thomas Malfort                                           am 2. Februar des Jahres 1999
Regent des Gildenhauses Löhne
Ahn des Hauses und Clans Tremere
 


 

An alle Gangrel außerhalb Teutoburgs    4.2.99 


Nachdem es wiederholt zu Ärger kam in letzter Zeit, möchte ich Dich noch einmal bitten, jedem unserer Clans-Brüder und -Schwestern zu sagen, dass sie die Wälder der Domäne Teutoburg nicht (!) betreten dürfen!!!! Und zwar aus drei Gründen:
 

1. Zu ihrem eigenen Schutz:
Denn sie werden von den Garou angegriffen, wie mehrere Verstöße zeigten.
Bisher hatten diejenigen Glück, doch das nächste Mal kann tödlich enden.

2. Zum Schutz meiner Domäne:
Unser Prinz Kai von Bergen und  Rick, Archont des Ventrue Justikars Reinhardt von Trotta, haben eine Zuwiderhandlung gegen das Verbot, den Wald zu betreten, unter Strafe gestellt.
Jeder, der sich dennoch nicht daran hält, gefährdet damit das Leben aller Kainiten unserer Domäne und hat keinerlei Nachsicht zu erwarten.

 

3. Zum Schutz des Clans:

Ich habe mir nun mehrfach anhören müssen, dass Clan Gangrel schuld wäre, wenn der Frieden jetzt gebrochen wird. Und ich habe keine Lust, dass es irgendwann wirklich so ist. Sollte ich mitbekommen, dass ein Mitglied unseres Clans die Wälder in Teutoburg betritt, werde ich denjenigen umgehend bei Rick und Herrn von Bergen anzeigen und um eine harte Bestrafung bitten. Sollten diese Herren Nachsicht üben: Ich werde es nicht tun!


Leute, es geht um das Ansehen unseres Clans! Ich habe keine Lust weiterhin als Verräter und "Ungeziefer" angesehen zu werden.

 

Babs

 


 

An Thomas Malfort und die Kainiten der Domäne Teutoburg 5.2.1999

 

Der Brief von Herrn Malfort hat mich nicht überrascht.


Dem Haus und Clan Tremere sowie anderen Kainiten wurde nicht der Ihnen zustehende Respekt und Höflichkeit geboten, ob jung oder alt. Die Schritte von Herrn Malfort, bzw. Haus und Clan Tremere, sind von meiner Seite aus nur verständlich und richtig. Herr Malfort hat zusammen mit Herrn von Calvelage, Frau Theresa, sowie mir und einigen weggezogenen bzw. verstorbenen Kainiten die Domäne viele Jahre lang aufgebaut und zuverlässig den amtierenden Prinzen unterstützt. Werden weitere Anschuldigungen und Verleumdungen gegen Herrn Malfort und Clan Tremere mir zu Ohren kommen, werde ich ebenfalls Konsequenzen gegenüber den Kainiten und der Domäne einleiten.

HenRick Nachtigall                              am 5. Februar des Jahres 1999
 

Archont des Ventrue Justikars R. von Trotta
Ahn des Clans Brujah

 


 

Ein Schreiben an die Domäne

 

An die Kainiten  der Domäne Teutoburg                                                         07.02.99

 

Der Vorgeschmack der Anarchie macht sich breit. In Worten: das Chaos. Dem Chaos kann nur die Tradition, Konvention und Ordnung entgegentreten. Diese kann auf viele Weisen gestaltet sein.         

 

Wir alle genossen unter Anastasius von Tecklenburg Liberalität, Güte und die Freiheit in Frieden existieren zu können. Wie Herr von Calvelage in seiner Rede zu Hamburg auf den Punkt gebracht hat, ist unsere Ordnung straff gemäß den Traditionen in Prinz, Primogensrat und allen ihnen unterstehenden Kainiten gegliedert. Unser Prinz Anastasius von Tecklenburg hat diese Ordnung mit Leben und Seele gefüllt. Seine Regierungsform lehnte wahrhaftig an die Ideale der französischen Revolution an. Diese Ideale haben unbestritten unser Europa geformt und das Beste in Jedem hervorgeholt. Zu diesen Erfolgen gehörten unter anderem auch das Bewußtsein, das sich in den Liberalitätsbewegungen von 1848 offenbarte, welches dem Deutschen Volk seine Identität als Nation unter einer Flagge gab.

 

In meiner kurzen Zeit, die ich in dieser Domäne verweilte, konnte ich erfahren, das unser Prinz Fanatismus jeglicher Art verabscheute. Er wurde seinen eigenen Idealen gerecht und war der Inbegriff des goldenen Mittelweges. Er gab uns den Maßstab vor an dem wir alle unsere eigenen Interessen bewerteten und diese dem Wohle der Domäne, des Prinzen und unserer Clans unterordneten. Fanatismus, Narzissmus und Ungeduld sind die Wegbereiter zum Chaos. Wir alle führen uns auf Kain zurück. Wer die Bibel zu Rate zieht und im 1.Buch Mose liest findet dort "Am Anfang war das Wort, und das Wort war Gott."

 

Die Natur verabscheut ein Vakuum. Es muß mit Sinn gefüllt werden. Es ist Tatsache, dass das Verschwinden Anastasius von Tecklenburg uns in einem Sinnvakuum hinterläßt. Doch entgegen allen Umständen bin ich bewegt zu sagen, dass das Biest in uns allen dieses Vakuum zu füllen bereit ist. Wir, die Kainiten vom 99-01-08, haben die Ideale verraten, die unser Prinz uns vorgelebt hat und haben uns dem Fanatismus hingegeben jeden Feind außerhalb mit Macht hinwegzufegen. Wir alle können uns nicht mit Anastasius von Tecklenburg messen.

 

Statt dessen suchten einige von uns ihren persönlichen Gewinn aus dieser Situation zu ziehen.

 

Ich frage Sie, Herr Dr. Rabenstein, warum Sie sich der Lüge hingaben von ihrem Primogen, Thomas Malfort, nicht von den rätselhaften Worten, die ALLEN Anderen von ihren Primogenen direkt im Anschluß an die Sitzung der selben ausgehändigt bekamen, nichts zu wissen. Ich muß Ihnen in sofern recht geben, das wir alle kopflos handelten und Vernunft, Intellekt und Ratio durch Instinkt, Emotion und blinden Fanatismus ersetzt wurden. Aber ist das nicht die Seele des Biestes?

 

Wir alle verloren in dieser Nacht nicht nur unseren Glauben an die Ideale unseres Prinzen, sondern auch ein Stück unserer Seele. Und es greift weiter um sich. Auf der Suche nach dem Schuldigen fanden wir nur Sündenböcke für unsere eigenen Defizite. Offensichtlich reicht der Arm der allgemeinen Verunsicherung soweit, das sich der Primogen der Tremere, Thomas Malfort, eines Clans der sich zur  Camarilla bekennt; was auch auf die Person zutrifft; gezwungen sieht sich in die Isolation und unter der Gefahr in Opposition zu Herrn Kai von Bergen zu stehen sich  selbst, seinen Clan und die Ideale des Anastasius von Tecklenburg zu schützen.

 

Wir, die Kainiten des 99-01-08, erfahren oder sehen noch einer Maßreglung entgegen, die uns an diese Ideale erinnern soll. Ich hoffe das wir alle die Kraft haben uns dem Biest in uns zu erwehren. Ich fordere von uns eine Rückbesinnung auf die Ideale der Camarilla, der Traditionen und der Ordnung, die uns allen die Sicherheit einer friedlichen Existenz gegeben hat. Wir brauchen einen rechtmäßigen Prinzen, dem alle Kainiten der Domäne nicht nur aufgrund seines Amtes, sondern als Person respektieren. Wir brauchen einen Primogensrat der den Prinzen unterstützt und sein Sprachrohr zu uns ist. Laßt uns zusammen dem Chaos entgegentreten.

 

Keiner soll zur eigenen Bereicherung seine ihm gegebenen Fähigkeiten, Ämter oder Untergebenen ausnutzen um Tyrannei, Zersetzung oder Konfusion hervorzurufen. Der wahre Feind ist das Biest in uns und das Chaos, welches dessen Endziel ist. Wir alle dürfen dem nicht nachgeben. Füllen wir also die Lücke die Anastasius von Tecklenburg hinterließ. Die Hoffnung das er nicht den endgültigen Tod erlitt sollte uns anhalten Statthalter seiner Ideale zu sein.

 

Ich begebe mich nun zu HenRick Nachtigall um Läuterung vom Biest in mir zu erfahren. Leben Sie alle wohl. Retten Sie die Domäne und ihre Ideale.

 

Nicolas van der Veek, Clan Toreador.

 


 

Ein Schreiben an die Domäne

 

An die Kainiten  der Domäne Teutoburg,                                                         09.02.99

 

jeder von Ihnen hat in den letzten Tagen einen Brief von Herrn Malfort zugesandt bekommen. Hierzu ist von meiner Seite nichts hinzuzufügen. Ich respektiere und billige den Schritt von Haus und Clan Tremere. Die Deformierungen gesellschaftlicher Natur die den Primogen von Clan Tremere zu diesem Schritt hat bewegen lassen, ging von einigen jungen Kainiten in dieser Domäne aus.

 

Hiermit fordere ich alle auf sich unverzüglich schriftlich und in passender Form bei Haus und Clan Tremere, sowie bei jedem Mitglied des Clans zu entschuldigen.

 

Ein zuwiderhandeln dieses Erlasses hat Konsequenzen zur Folge.

 

Ich möchte, dass die Domäne in neuem Glanz erstrahlt und Andere den Namen Teutoburg als Sinnbild für Zusammenhalt und Stärke in unserer Gesellschaft sehen. Doch dieses wird nur durch die Hilfe aller Kainiten gehen. Diejenigen die diesem Schritt im Wege stehen, stehen dem Wohle aller im Wege. Dieses ist dann nicht mehr mit Wohlwollen zu tolerieren .

 

Prinz der Domäne Teutoburg und Ventrue Primogen

Kai von Bergen

 


 

In der Woche vom 8. bis zum 14. Februar 1999 wurden im Fernsehen verschiedene Beiträge ausgestrahlt. Die Berichte wurden von einigen bekannten TV-Magazinen im Vorabendprogramm gezeigt und haben die genannten Ereignisse nur teilweise beleuchtet. Der untenstehende Beitrag stammt von einem TV-Magazin, welcher den ausführlichsten Bericht dieser Art darstellt und ist deshalb stellvertretend für alle anderen Berichte im Detail aufgeführt. In der darauf folgenden Woche greifen auch verschiedene regionale und überregionale Tageszeitungen das Thema auf.

 

TV-Magazin vom 14.02. 1999

 

Anmoderation:

"In der norddeutschen Provinz sagten sich Früher noch artig Fuchs und Hase ,Gute Nacht’. So auch im ostwestfälischen Büttendorf, einem verschlafenen Nest im Grünen, einer Gegend, die Eingeweihten lediglich durch die allgegenwärtige Küchenmöbelindustrie bekannt ist. Seit einer ereignisreichen Nacht im Januar ist diese Idylle zum trügerischen Scheinbild geworden. Was eher wie ein Bandenkrieg des organisierten Verbrechens anmutet, wird von den Behörden als ausgeuferter Streit unter kleinen Drogendealern abgetan. Die erschütternde Bilanz der Schreckensnacht: 10 Tote. Polizeiberichte und Zeugenaussagen lesen sich wie ein bizarrer Mystery-Krimi à la Akte X - Verfahrensfehler, verschwundene Tatverdächtige und, das Unverständlichste von allem, verschwundene Leichen. Die Versuche der zuständige Kriminalpolizei in Bielefeld, Klarheit in die ungeheuerlichen Geschehnisse zu bringen, gleicht eher einem peinlichen Fischen im Trüben. Die Staatsanwaltschaft ist sprachlos. Verstohlen tritt man in Bielefeld von einem Bein auf das andere und hält bisher nur fadenscheinige Erklärungen bereit."

 

MAZ Anfang...

 

Im Bild ein Straßenzug am Abend, die Kamera schwenkt an der dünnbesiedelten Straße entlang, zeigt eine Wiese, dann ein Haus.

 

Ton Sprecher:

"Es ist kurz vor Mitternacht am achten Januar. In dem kleinen Örtchen Büttendorf in Ostwestfalen ist alles wie immer. Die Anwohner einer abgelegenen Wohnstraße, haben nichts ungewöhnliches bemerkt. Gegen null Uhr reißt dann die Detonation einer Handgranate die Anwohner aus ihrem Schlaf. Der Sprengsatz ist im Garten des Hauses explodiert, aus dem kurz darauf laute Schüsse zu vernehmen sind. Die sich zurecht bedroht fühlenden Nachbarn verständigen geistesgegenwärtig die Polizei. Doch der Besatzung der beiden Streifenwagen, die laut Polizeibericht 0:11 Uhr am Tatort eintreffen, ist das Geschehen ebenfalls zu gefährlich. Sie fordern ein Sondereinsatzkommando als Verstärkung an, das später in der Nacht das Haus erstürmt, aber nur noch die Bilanz des Feuergefechtes ziehen kann: acht Leichen werden gefunden. Die einzigen Überlebende des Massakers sind Katharina H., Alexander B. und der Türke Abdul K., der schwerverletzt in das nahegelegene Krankenhaus nach Lübbecke gebracht wird. Sowohl Abdul K. als auch einige der anderen Toten können mit dem Handel von Drogen in Verbindung gebracht werden. Die Kriminalpolizei in Bielefeld geht deshalb schon bald davon aus, dass es sich bei diesem Verbrechen um eine Auseinandersetzung innerhalb der Drogenszene handelte."

 

Im Bild das Gebäude der Kriminalpolizei in Bielefeld. Es folgt ein Schnitt auf den Pressesprecher der Kriminalpolizei Bielefeld an seinem Schreibtisch

Unterzeile: Gerhard Kleinschmitt, Pressesprecher der Kripo Bielefeld

O-Ton Kleinschmitt: "Wir gehen davon aus, dass es sich bei diesem Schusswechsel um eine Auseinandersetzung innerhalb des Milieus gehandelt hat. Als mögliches Motiv könnte ein Konkurrenzkampf verschiedener Gruppen in Betracht kommen, da diese Dealerbande in der Region bisher wenig bekannt war. Möglich ist auch, das es zu einem Streit unter den Bewohnern des Hauses gekommen ist. Wahrscheinlich unter Drogeneinfluss, denn Spuren von Drogenmissbrauch konnten an drei der Leichen sichergestellt werden. Es ist aber wohl als richtig zu bezeichnen, dass ein Ereignis dieser Heftigkeit in unserer Region bisher einmalig ist."

 

Im Bild ein älterer Mann mit Cord-Hut.

Unterzeile: Werner Alst, Anwohner

O-Ton Alst: "So etwa um zwölfe rum gab das einen lauten Schlag. Wir dachten erst, das wäre ein Blitzeinschlag in der Nachbarschaft. Das war hier schon mal. Aber dann gab das noch mehr Krach, so wie Schüsse oder so."

 

Im Bild ein blonde Frau mit Dauerwelle und ein Mann mit Bart.

Unterzeile: Gertraud und Jürgen Sander, Anwohner

O-Ton Gertraud Sander: "Da fielen Schüsse und dann kam die Polizei und hat das Haus gestürmt. Die haben da wohl alle verhaftet. Hier der Notarztwagen war auch da. Also, da war die ganze Nacht was los. Ich habe gesehen, wie sie die Toten da weggetragen haben. Also, das so was hier in der Nachbarschaft passiert... Wir haben doch auch Kinder."

 

Im Bild das Haus in Büttendorf.

Es ist Tag, das Gelände ist großflächig mit Absperrband umzäunt, das im Wind flattert. Die Kamera zeigt die behelfsmäßig vernagelte Eingangstür, zoomt in die Fenster hinein, wo hinter Gardinen Einrichtungsgegenstände auszumachen sind. Ein Bild der Rückseite des Hauses zeigt die rußgeschwärzte Wand des Kellereingangs.

 

Ton Sprecher:

"Die Detonation, die die Nachbarn in dieser Nacht alarmierte, stammte von einer Handgranate, mit der einer der Täter den Kellereingang des Gebäudes aufsprengte. An seiner Leiche fand die Spurensicherung noch weitere Sprengkörper. Er war, wie alle Beteiligten des Schusswechsel, außergewöhnlich schwer bewaffnet."

 

Im Bild Schreibtisch des Pressesprechers mit sichergestellten Waffen und Handgranaten.

 

Ton Sprecher:

"Tatsächlich kann sich die Kriminalpolizei Bielefeld kein klares Bild der Vorgänge in der Nacht von achten auf den neunten Januar machen. Auch der die Ermittlungen leitende Staatsanwalt kann hierzu nur mit den Schultern zucken."

 

Im Bild ein Mann im Anzug an seinem Schreibtisch.

Unterzeile: Dr. Michael Sattmann, Staatsanwaltschaft Bielefeld

O-Ton Sattmann: "Solche Sachen sind uns hier in der Provinz nur aus Brennpunkten wie Hamburg oder Frankfurt bekannt."

 

Ton Sprecher:

"Die Bielefelder Ermittler hatten bis zu diesem Zeitpunkt allerdings noch keine Hilfe von erfahreneren Beamten angestrebt. Tatsächlich scheinen sämtliche Ermittlungen sogar bereits nach kurzer Zeit im Sande verlaufen zu sein. Außer Mutmaßungen, so die die Kriminalpolizei, seien bisher keine sachdienlichen Hinweise aufgetaucht, die helfen würden, Klarheit in die Geschehnisse des achten Januar zu bringen. Die am Tatort verhafteten Katharina H. und Alexander B. sind schon nach wenigen Stunden Untersuchungshaft wieder auf freien Fuß gesetzt worden und seit dem nicht mehr aufzufinden. Mögliche Verfahrensfehler will der Staatsanwalt jedoch nicht einräumen. Erst während unserer Recherchen schaltete sich das LKA Düsseldorf in die Untersuchung ein. Die Bildung einer Sonderkommission ,Büttendorf’ mit 31 Beamten ist angekündigt.

Was das Massaker von Büttendorf aber noch rätselhafter macht, ist die Tatsache, dass neben den beiden Festgenommenen auch noch der in das Lübbecker Krankenhaus eingelieferte Abdul K. zwei Tage später während einer vorgeblichen Überführung in das Gefängniskrankenhaus nach Bielefeld spurlos verschwand.!"

 

Im Bild der Pressesprecher der Kripo Bielefeld hinter seinem Schreibtisch.

O-Ton Kleinschmitt: "Die Beamten, die den Tatverdächtigen in der Krankenanstalt bewachte haben, wurden mit gefälschten Papieren getäuscht. Wir gehen davon aus, dass ihn Komplizen auf diesem Wege befreit haben."

 

Im Bild das Krankenhaus Lübbecke. Die Kamera folgte einem Krankenwagen, der in die Krankenwageneinfahrt hineinfährt.

 

Ton Sprecher:

"Eine Überwachungskamera konnte ein Bild der drei Komplizen, die den Verwundeten Türken aus dem Hospital befreiten, einfangen."

 

Im Bild drei Personen von schräg oben aufgenommen, die sich, einen Gang hinunterschreitend der Kamera nähern. Die Aufzeichnung ist schwarz weiß und wird in starker Zeitlupe abgespielt. Man kann eine Frau und zwei Männer in Uniform erkennen. Ein weißer Kreis wird um den Kopf der Frau herum eingeblendet.

 

Ton Sprecher:

"Diese unbekannte Frau konnte dem Personal des Krankenhauses erfolgreich belegen, als Ärztin des Strafvollzugsdienstes von Bielefeld nach Lübbecke geschickt worden zu sein, um die Verlegung des Patienten zu überwachen. Ihre Begleiter hatten ebenso authentisch wirkende Papiere bei sich, die sie als Polizisten auswiesen."

 

Im Bild die Räume des Leichenschauhauses im Krankenhaus Lübbecke. Die Kamera zeigt verschiedene Einstellungen von gekachelten Räumen, Sektionstischen und Schubfächern zur Leichenaufbewahrung. Ein Mann mit Kittel und Schürze schiebt einen zugedeckten Leichnam auf einer Bahre durch den Saal.

 

Ton Sprecher:

"Die Kette mysteriöser Vorfälle im Zusammenhang mit der Schießerei in Büttendorf reißt aber hier noch lange nicht ab, denn nicht nur Abdul K. verschwand ohne eine weitere Spur aus dem Krankenhaus. Von den insgesamt acht im Büttendorfer Todeshaus gefundenen Leichen, die in der Tatnacht vorläufig in das Lübbecker Leichenschauhaus verbracht wurden, sind heute nur noch vier vorhanden. Zwei der Toten sollen laut den Büchern der Leichenhalle noch in der Nacht vom achten auf den neunten Januar zur Gerichtsmedizin nach Bielefeld weitergeleitet worden sein, wo sie allerdings niemals eintrafen."

 

Im Bild eine Seite aus dem Ein- und Auslieferungsbuch der Leichenhalle in einer langen Einstellung. Dann wieder Bilder des Leichenschauhauses gefolgt von einer Außenaufnahme in der zwei schwarz gekleidete Bestatter einen Sarg in einen Leichenwagen schieben. Dann fährt der Leichenwagen aus der Einfahrt zum Leichenschauhaus heraus und an der Kamera vorbei.

 

Ton Sprecher:

"Das Verschwinden von zwei weiteren Leichen steht sogar mit zusätzlichen Todesfällen in Verbindung. Eine unidentifizierte Tote, die Mangels zur Verfügung stehender Leichenwagen vom Tatort aus mit einem Krankenwagen zur Leichenhalle gefahren wurde, erreicht ihr Ziel nie. Aus bisher ungeklärten Gründen kommt das Fahrzeug von der Bundesstraße 239 ab und brennt infolge des Unfalles vollständig aus - mit ihm verbrennen auch die zwei Insassen, die Besatzung des Krankenwagens."

 

Im Bild eine unbesiedelte Stelle an der B 239 bei Tag. Die Kamera zeigt die Stelle, an der das Fahrzeug verunglückte, dazu Zeitungsfotos des ausgebrannten Krankenwagens und Passfotos der beiden getöteten Fahrer mit schwarzen Balken über den Augen.

 

Ton Sprecher:

"Der zweite Tote verschwindet am darauffolgenden Tag. An seinem Platz fand man die Nachtaufsicht der Leichenhalle - ermordet, mit einer Spritze im Herzen. Der Mörder hinterlässt am Tatort einen Brief mit dem Text ,Du schläfst nie wieder mit meiner Frau!’. Erst einen Tag später, am Sonntag dem zehnten Januar, ist die ursprüngliche Leiche aus dem Todeshaus in den Büchern als ,verlegt’ notiert. Was ist hier geschehen?

 

Im Bild eine leeres, aufgezogenes Schubfach zur Leichenaufbewahrung, dann eine weitere Seite aus dem Buch der Leichenhalle in einer langen Einstellung.

 

Ton Sprecher:

"Was hätte die Untersuchung der verschwundenen Leichname hervorbringen können, dass jemand bereit ist, sie aus der Leichenhalle zu entführen? Auch in diese Angelegenheiten konnte die Kriminalpolizei Bielefeld bisher kein Licht bringen. Stattdessen schweigt man sogar zu diesen Vorkommnissen."

 

Im Bild der Pressesprecher der Kriminalpolizei Bielefeld

O-Ton Kleinschmitt: "Dazu kann ich Ihnen im Augenblick keine Auskünfte geben."

 

Im Bild das Haus in Büttendorf, der Straßenzug, noch einmal sind Gertraud und Jürgen Sander und Werner Alst zu sehen.

 

Ton Sprecher:

"Was ist in der Büttendorfer Schreckensnacht im Todeshaus ,Dicker Bruch’ tatsächlich passiert? Wie in einem Mystery-Krimi sind nach dem bisherigen Erkenntnissen mehr Fragen offen als mit den Ermittlungen wirklich beantwortet wurden. War es vielleicht keine Schießerei unter Drogendealern sonder eine geplante Verschwörung? An einen Tat des organisierten Verbrechens mag man in Bielefeld bisher kaum glauben, obwohl doch alle Zeichen darauf hindeuten. Aber die Polizei hat weitere Nachforschungen angekündigt. Es bleibt nur zu hoffen, dass zu diesem späten Zeitpunkt noch weiterführende Erkenntnisse gewonnen werden können."

 

Im Bild Werner Alst.

O-Ton Alst: "Das geht doch nicht, wenn die jetzt schon hier damit anfangen. Wo soll man denn noch in Ruhe leben?"

 

MAZ Ende.

 

(Bem. SL: Danke an Herrn oder Frau X für diesen interessanten Artikel! Dickes Lob!)

 


 

Ein Schreiben an die Kainiten Deutschlands

 

Hochverehrter Justikar,
Verehrte Prinzen der deutsch-preußischen Domänen,
Edele Ahnen des Reiches,
Werte Ancilla, liebe Neonaten,

die Majorität der Kainiten Deutschlands und Preußens wird schon gehört haben von den Kainiten der Stadt Berlin, die sich am 5. März des Jahres 1999 eine eigene Verfassung gegeben haben. Es ist der Wunsch der Kainiten der Stadt Berlin als Bewohner einer Domäne, die jetzt wie immer treu zur Camarilla steht, daß die anderen Kainiten erfahren, welche Gesetze seit dem 5. März diesen Jahres in der Domäne Berlin gelten.

Seid versichert, daß die Berliner Verfassung nicht danach strebt, die alte Ordnung der Kainiten der Camarilla aufzurühren oder zu zerschlagen. Sie stellt dar eine alternative Form des Zusammenlebens der Kainiten einer Domäne. Eine neue Form der Regierung, die uns den Weg weisen soll in die modernen Zeiten, in denen wir längst leben und auf die wir noch zusteuern und die unsere Erwartungen, Hoffnungen und auch Ängste bei weitem übertreffen werden.

Die Berliner Verfassung ist eine Verfassung der Camarilla. Sie gehorcht den Traditionen unserer Sekte und anerkennt die Befehlsgewalt der Justikare und der Ahnen des Inneren Zirkels.

Wir wären Narren, wüßten wir nicht zu genau, daß die Berliner Verfassung - wie jedes zunächst tote Schriftstück - mit Leben und Wahrhaftigkeit gefüllt gefüllt werden muß. Soviel haben selbst die Jüngsten unter uns aus der Weimarer Republik gelernt.

Wir wissen, daß die Feinde der Camarilla versuchen werden, uns zu entzweien und die Verfassung auszuhöhlen, wo immer sie können. Wir wissen, daß wir mit der Berliner Verfassung die Domäne Berlin kurzfristig bis mittelfristig schwächen, doch ist es unsere Hoffnung, daß wir erneut und gestärkt aus dieser Herausforderung hervorgehen.

Hören wir in der Camarilla auf, neue Wege zu suchen, überschreiben wir unsere Zukunft unseren Feinden, wie wir schwerlich die Inquisition überstanden hätten, hätten wir zu jenen Zeiten an unseren alten Wegen festgehalten, statt den neuen Weg, den der Masquerade und der Kooperation zwischen den Clanen, der Camarilla zu lernen.

Das heraufziehende Jahrtausend stellt an uns alle - Neonaten wie Ancillae und auch Ahnen - Herausforderungen, von denen wir nicht einmal zu träumen wagen. Allgegenwärtige Kameras und Vernetzungsmöglichkeiten der modernen Massenmedien werden uns immer mehr Möglichkeiten nehmen, uns vor den Menschen zu verbergen. Indem die Menschen sich über Internet und bald unabhängig davon über ungezählte verborgene elektronische Systeme, Intranets und selbst Stromnetze werden verständigen können, werden wir zunehmend von der Kontrolle der Information ausgeschlossen.

Zur gleichen Zeit erleben wir einen Prozeß der Zersetzung und Entfremdung von jung und alt, der an allen Stellen der Welt im Zerfall von Strukturen oder offener Revolte, schlimmer aber noch im Entzug der Unterstützung der Ahnen für ihre Nachfahren, deren töricht-arroganter Haltung sie überdrüssig geworden sind, ihren Ausdruck findet.

Die Verfassung ermöglicht es den Kainiten der unterschiedlichen Clane und der unterschiedlichen Familien, Ränge und Zeitalter zusammenzutreten und ihre Probleme gemeinsam zu lösen. Niemand behauptet, daß die Verfassung eine Lösung für alle Domänen darstellt - in Berlin aber, der Stadt, die durch Fehde, Krieg und Thronfolgestreit endlos zerstört und zerrüttet wurde, bis nur noch mehre Kinder und einige wenige Ahnen in der Stadt verblieben sind, treu an eine Wiedergeburt dieser einst stolzen Domäne glaubend, da ist uns die Verfassung bald einzige Hoffnung auf einen Neubeginn.

Wir in Berlin müssen uns von der Fessel der Historie lösen. Müssen die Schatten abwerfen, die das Blut der Familie Breidenstein, das noch immer unsere Erde tränkt, auf Berlin hinterlassen hat.

Uns droht entsetzliche Gefahr in Berlin. Von allen Seiten werden unsere Feinde uns bedrängen, werden versuchen in der Verfassung nur ihren Vorteil zu suchen, werden streben danach, unser Blendwerk der Welt vorzuführen und uns fallen zu sehen. Feinde von innen wie von außen werden sich jede unserer
Schwächen zunutze machen, und weiß Gott - viel Schwäche findet sich in den Herzen manches Kainiten Berlins.

Wir appelieren daher an die Kainiten in den anderen Domänen, uns in unserem vielleicht törichten, vielleicht naiven, sicherlich aber mutigen Ansinnen zu unterstützen.

Lassen wir nicht die Diskussion darum, welche Form der Regierung die weiseste sei, unseren Feinden vom Sabbat zum Vorteil gereichen, sondern uns stets in Erinnerung rufen, daß wir alle Teil der Camarilla sind und einig gegen unsere Feinde stehen müssen.

Wenn ich in diesem Brief und meiner Rede das Maß verloren habe, so bitte ich untertänigst um Vergebung. Wenn ich mich im Ton vergriffen habe, so geschah dies nicht mit Absicht, und man schreibe es meinem geringen Alter zu, daß ich um der Kunst der Redeführung und Etiquette nichts Besseres weiß.

Meine besondere Entschuldigung ergeht an all jene Ahnen, die ich mich genötigt sah in Erfüllung der mir in der Nacht des 5. März 1999 auferlegten Aufgabe um Ruhe zu bitten oder auf andere Weise in ihren unantastbaren Rechten als Ahn zu beschneiden. Ich habe aus meinen Fehlern die Konsequenzen
gezogen und habe alle mir angetragenen Ämter abgelehnt, wie ich es hinfort auch nicht mehr wagen werde, die werten Ahnen und Ancillae der deutschen Lande mit meiner scharfen Zunge oder meinem frechen Wort zu beleidigen.

Mit diesem Schreiben beende ich meine Arbeit in der Öffentlichkeit. Habt Nachsicht mit mir und mit den anderen Kainiten in Berlin, denen es am rechten Vorbild mangelt und die nicht den Vorzug genossen, in Domänen heranzureifen, die frei von Fehde und Krieg sind.

Carryon
Verfassungsvertreter für den Clan Gangrel a.D.
Ancilla des Clanes Gangrel
Kind der Danielle Diron

 


 

Ein Schreiben an die Ventrue Deutschlands

 

An alle Mitglieder des Clans Ventrue     Bielefeld, den 15.03.1999

 

Der Prinz der Domäne Teutoburg bittet alle des Clans Ventrue, sich in der Domäne zu einem Treffen einzufinden.

 

Das Treffen findet am 12. Juni 1999 ab 21:30 Uhr im Ramada Hotel garni in Bielefeld statt.

 

Herr Kai von Bergen, Prinz dieser Domäne, würde sich sehr glücklich schätzen, viele von Ihnen in seinem Hotel begrüßen zu dürfen.

 

Es wird gebeten, sich spätestens vier Tage vor dem Treffen anzumelden. Ebenfalls sind Mitarbeiter der Clansmitglieder bei Anmeldung mitzuteilen. Nur angemeldete Personen erhalten die Erlaubnis, an diesem Clanstreffen teilzunehmen und die Domäne zu betreten!

 

 

mit freundlichen Grüßen

 

Kai von Bergen

Prinz der Domäne Teutoburg

 


 

Ein Schreiben an die Kainiten Deutschlands

 

Teutoburg am 27. März 1999

An die Prinzen und Primogene der Domänen Deutschlands!

 

Hiermit lade ich, Kai von Bergen, Prinz der Domäne Teutoburg, Sie ein, am

 

1. Mai 1999

 

in meine Domäne zukommen!

 

Dieses Prinzen und Primogentreffen findet in Bünde in meiner Villa statt.

 

Alle angeschriebenen Damen und Herren möchten sich doch bitte bis spätestens vier Tage vor dem Treffen angemeldet haben, da sonst der Besuch in Teutoburg nicht gestattet werden kann.

 

Für den Abend ist kein festes Protokoll vorgeschrieben, aber wenn jemand etwas von Wichtigkeit für unsere Gesellschaft vorzutragen hat, kann er dieses gerne tun.

 

Bleibt mir nur eines, Sie um angemessene Kleidung an diesem Abend zu bitten.

Ich würde mich freuen, Sie am 1. Mai 1999 in der Domäne Teutoburg begrüßen zu dürfen.

 

Kai von Bergen

 

Prinz der Domäne Teutoburg

Primogen des Clan Ventrue

Elder des Clans

 


 

In allen größeren Tageszeitungen deutschlandweit werden in den nächsten drei Wochen (03.-25.04.99) alle paar Tage folgende Kontaktanzeigen gesetzt, die mit einer Chiffrenummer ausgestattet sind.

 

"E melde Dich. Ein Interessierter"

 -----------------------------------------------------------------------

 

"Ich lebe hier und kenne viel. Aber E ist ein Mysterium. Späteres Kennenlernen nicht ausgeschlossen."

 

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"Jeder der etwas über mich weiß, sollte auch etwas über Dich wissen. Ich fordere hiermit E auf, sich mit mir in Kontakt zu setzten."

 


 

Ein Schreiben an die Kainiten Deutschlands

 

Hochgeehrte loyale Mitglieder der Camarilla,

 

Die Domäne Hamburg lädt alle Europäischen Kainiten der Sieben Clans zu einem Ereignis ein, das zwei Nächte lang andauern wird und die Gelegenheit zu einem großen Zusammentreffen unserer Art bietet.

 

Für die erste Nacht, Freitag, den 28. Mai 1999, ist es den Gastgebern, Eleonora Virginia Visconti und Christian Valentin Sieveking, Ahnen der Rose, gelungen, den hochgeschätzten Justikar Rheinhardt von Trotta dafür zu gewinnen, die sehnlichst erwartete politische Europa - Konklave in dieser schönen Stadt abzuhalten.

Da es in den vergangenen Jahren viele Veränderungen in unserer Gesellschaft gegeben hat, wird diese Konklave die erste Gelegenheit seit langer Zeit bieten, um Informationen und Meinungen auszutauschen und die Zusammenarbeit unter den Europäischen Kainiten zum Wohle der Camarilla zu festigen. Für Clanstreffen und Diskussionsrunden verschiedenster Art werden Räume zur Verfügung stehen.

 

Die zweite Nacht, Samstag, den 29. Mai, wird ganz dem gesellschaftlichen Teil des Ereignisses gewidmet sein. In den exklusiven Räumlichkeiten der historischen Mozartsäle der Provinzialloge Niedersachsens wird ein Grand Ball abgehalten werden.

Die Sicherheit des Elysiums wird durch den Clan Toreador gewährleistet sein. Die Sicherheit der Domäne obliegt dem Prinzen Hamburgs, dem Vicomte de Lantreuil, Ahn des Clans Ventrue.

 

Bitte informieren Sie den Sekretär des Gastgebers über Ihr Kommen. Die nötigen Kontakte sind der Einladung beigelegt. Aus Sicherheitsgründen werden nur angemeldete Personen oder solche für die ein Ahn der Camarilla bürgt, eingelassen werden.

 

Wir wären äußerst erfreut, wenn Sie sich entschließen könnten, uns mit Ihrer Anwesenheit zu beehren.

 


 

Eine Anzeige in den Zeitungen vom 12.04.1999

 

Wir bedauern den tragischen Verlust unserer Mitarbeiterin

 

Dr. med. Jaqueline Brown
*16.05.1971 in Atlanta, U.S.A.
+ 09.04.1999 in Bielefeld

 

Sie hatte jederzeit ein offenes Ohr für die Belange ihrer Mitmenschen. Ihr Enthusiasmus und Engagement sollen uns ein Vorbild sein.

 

Im Namen der Mitarbeiter
Prof. Dr. K.-U. Jost
Städt. Krankenanstalten Bielefeld-Mitte

 


 

Tageszeitungen vom 19.4.1999

 

LEICHE BEI AUTOBAHNBRÜCKE GEFUNDEN

Fußgänger fanden am Sonntag, den 18.04. bei einer Autobahnbrücke die Leiche eines ca. 25-jährigen Mannes. Der Tote ist offenbar durch einen Kopfschuss ums Leben gekommen.


Wie sich später herausstellte, handelt es sich bei dem Toten um Oliver P., einen Bankangestellten aus Bielefeld. Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise.

 

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HERBERT SEIFERT ERMORDET!

Der Rentner, der sich mit der Zucht von Nerzen beschäftigte, wurde am Samstag morgen von einem seiner Kunden ermordet aufgefunden. Brutal wurde eine Pistole direkt an seinem Kopf abgefeuert. Über Gründe konnte die Polizei nur spekulieren: "Wir haben bereits eine Spur..."

Über ein Motiv konnte Kriminalkommissar Rötger keine Auskunft geben. Niemand kann verstehen, wer Herrn Seifert nach dem Leben trachtet.

Wie die Polizei ermittelte, hat Herr Seifert seinen Besitz kurz vor seinem Tode einer Tierhandlung in Bielefeld überschrieben. Ob dies allerdings etwas mit dem Mord zu tun haben könnte, weiß niemand. Auch hier hüllt sich die Polizei, wie so oft in den letzten Wochen, in Schweigen.

Gerade jetzt muss sich der erst kürzlich eingesetzte KK Rötger beweisen, wurde doch sein Vorgänger Henschdorff vor nicht allzu langer Zeit wegen Unfähigkeit suspendiert.
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass gerade in den letzten Wochen mehr Menschen in Ostwestfalen durch Gewalteinwirkung starben, als im vorigen Jahr.

Droht der Kreis Bielefeld/ Herford zu einem neuen Gewaltherd zu werden???

 


 

In allen größeren Tageszeitungen deutschlandweit wird am 29. und 30.04. folgende Kontaktanzeige gesetzt, die mit einer Chiffrenummer ausgestattet ist.

 

"Suche meinen Suchenden. E."

 


 

Ein Brief an die Domäne

 

An alle Kainiten der Domäne Teutoburg!                         29.5.99

 

Nach dem Desaster vom 8. Januar 1999, an dem ich zugegebenermaßen nicht ganz unschuldig war, habe ich beschlossen, ein kleines Trainingscamp zu organisieren. Dieses wird am 19. Juni 1999 um 22.00 h in einem Vorort von Herford stattfinden. Die Teilnahme an diesem Training ist freiwillig, daher erbitte ich von allen Interessierten eine Zusage, bei der dann der genaue Ort bekannt gegeben wird. Falls irgendwelche Fragen diesbezüglich sind, stehe ich zur Verfügung.

 

Bei dem Training werde ich Unterstützung von Lt. Colonel Robert William Stone, United States Marine, erhalten. Einige haben ihn schon auf dem letzten Treffen bei Herrn Hovenstedt kennen gelernt.

 

Für die Mitglieder des Clan Brujah ist diese Übung Pflicht. Ein Nichterscheinen wird entsprechende Folgen haben.

 

 

Semper fidelis

 

Dorina von Uhlenbrock, Primogen des Clans Brujah

 


 

Dieses Schreiben geht an die Prinzen, Regenten & Domänenvorstände jeder Deutschen Domäne. 31.5.1999

 

Aufgrund der Vorkommnisse zu Hamburg in der Ballnacht von Samstag auf Sonntag geben Wir, Rheinhardt von Trotta,  Justikar des Clanes Ventrue,  folgendes bekannt:

 

Hiermit rufen wir die Blutjagd auf Claude Didier, Vicomte de Lantreuil, vormals Prinz zu Hamburg und dem Clan Ventrue entstammend, mit sofortiger Wirkung aus.

 

ALLE Domänen auf Deutschem Boden sind dazu aufgefordert, bei der Festsetzung und Zerstörung des Verräters an den Traditionen der Camarilla mitzuwirken.

 

JEDES Kainskind, welches ihm dabei auf irgendeine Art und Weise zur Hilfe kommt, muß ebenfalls mit dem vollen Strafmaß für Verrat an der Camarilla rechnen.

 

Möge dieser Beschluß durch die Prinzen, die Regenten, die Primogene und alle anderen Würdenträger jedem Kainskind einer jeden Domäne mitgeteilt werden, und unter alle Clans in jeder Camarillageführten Stadt verbreitet werden.

 

Des weiteren warnen Wir jedes Kainskind davor, die Taten des Verräters de Lantreuil auf den gesamten Clan der Könige zu beziehen. Auch dies sei den Kainskindern der Domänen mitzuteilen.

 

 

Der Justikar.

 


 

Tageszeitungen vom 21.6.1999

 

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, brannte ein leer stehendes Wohnhaus in Herford an der Waldstraße ab. Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Eine Brandstiftung ist nicht ausgeschlossen.

 


 

Tageszeitungen vom 5.7.1999

NEUES BÜROGEBÄUDE IN HERFORD GEPLANT


Auf einem Grundstück an der Waldstraße soll demnächst mit dem Bau eines kleinen Bürogebäudes begonnen werden. Es wird sich um eine Außenstelle eines großen ausländischen Konzerns handeln. Wir sprachen mit dem Sprecher der Gesellschaft, Herrn Hansen: "Ja, wir sind zuversichtlich. Gerade von der ruhigen, ländlichen Lage versprechen wir uns ein angenehmes Arbeitsklima und zufriedene Mitarbeiter." Das Gelände stand seit längerer Zeit zum Verkauf. Das dort zur Zeit befindliche Gebäude brannte vor einigen Wochen komplett aus. Herr Hansen rechnet damit, dass das neue Gebäude gegen Ende des Jahres bezugsfertig sein wird.

 


 

Tageszeitungen vom 5.7.1999

 

LEICHENTEILE GEFUNDEN!

In der Nähe des Bielefelder Ostbahnhofs wurden in einer Mülltonne Leichenteile eines 10-jährigen Jungen gefunden. Kopf, Arme und Beine wurden vom Rumpf getrennt. Offenbar ließ der Täter die Leiche regelrecht ausbluten, bevor er sie am Fundort versteckte. Sachdienliche Hinweise bitte an die Kripo Bielefeld.

 


 

Tageszeitungen vom 23.08.1999

 

Hab Dich! Du bist´s! Ha!Ha!Ha!

The Smiling Bandit

Chiffre

 


 

Tageszeitungen vom 7.12.1999 Regionalteil

In den frühen Morgenstunden des 2. Advent wurden einige Anwohner der Autobahn A2 in Herford durch Schüsse aus dem Schlaf gerissen. Die Anwohner riefen gegen 02:25h zunächst die Polizei, die dann weitere Hilfe von der Feuerwehr anforderte, da es unter einer Autobahnbrücke zu einem Brand gekommen war. Gegen 02:38h waren dann die Einsatzkräfte an dem Ort des Verbrechens. Die Bilanz der bisherigen Ermittlungen: Sicherstellung von Hunderten von Patronenhülsen und ein ausgebrannter Mercedes Benz. Die Beamten entdeckten im Kofferraum drei Leichen, die bis zur Unkenntlichkeit verbrannt sind. Die Polizei weiß noch nicht genau was vorgefallen ist, vermutet aber eine Schießerei zwischen verfeindeten Banden. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittelt jetzt wegen dreifachen Mordes und Brandstiftung.

 


 

Tageszeitungen vom 7.12.1999 Rubrik Familiennachrichten

133
T.U.
G.B.U.
S.F.M.C.
R.O.T.C.

 


 

"Diese Texte sind Fiktion. Alle Personen und Gegenstände sind nicht real. Sie basieren auf dem Rollenspiel Vampire: Die Maskerade."

 

 

 

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