"Diese Texte sind Fiktion. Alle Personen und Gegenstände sind nicht real. Sie basieren auf dem Rollenspiel Vampire: Die Maskerade."

 


 

Tageszeitungen, 13.1.2003

 

SELTSAME GESCHEHNISSE IM WALD

 

Melle. In einer Siedlung, in der Nähe eines kleinen Wäldchens bei Gesmold wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag beunruhigende Geräusche gehört. Herr N., ein Anwohner: „Ich wollte gerade ins Bett gehen, als ich Geschrei und Kampflärm hörte. Doch ich dachte zunächst, mein Nachbar hätte seinen Fernseher wieder so laut und dachte mir nichts dabei.“ Doch als Herr N. am Sonntagmorgen auf seiner üblichen Strecke durch den Wald joggte, sah er, dass es wohl nicht der Nachbar war, der den Lärm verursacht hatte.

 

Die alarmierte Polizei sicherte einen tatsächlichen Kampfplatz, wie die Spuren vermuten lassen, so ein Polizeisprecher. „Die Beamten vor Ort fanden Spuren von Gerangel, Blut, Patronenhülsen und vor allem verbrannte Stellen, die von dem Einsatz eines Molotow-Cocktails sowie anderen Bränden, deren Ursache noch nicht geklärt ist, herrühren.“ Ein Haufen Asche, sowie ein Kreis aus Erde lässt außerdem darauf schließen, dass die Kämpfenden zuvor irgendetwas – ein satanistisches Ritual? – im Wald getrieben haben.

 

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mitwirkung bei der Suche nach den Tätern.

 

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MASSAKER IN SASSENBERG

 

Warendorf. In der Nacht von Samstag auf Sonntag brannte in dem kleinen Dorf Sassenberg im Kreis Warendorf ein Einfamilienhaus bis auf die Grundmauern nieder. Als die Feuerwehr bei dem einsamen Haus eintraf, war nichts mehr zu retten. Bei den anschließenden Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Vorhänge und andere brennbare Einrichtungsgegenstände angezündet worden sein müssen, so dass ein Unglück ausgeschlossen werden kann.

 

Die Männer der Feuerwehr fanden zwei unterschiedlich stark verkohlte Leichen in den Trümmern. Eines der Opfer saß im Wohnraum in einem Sessel, das andere lag im Keller. Der Mann im Keller war vor dem Brand angeschossen worden, wie die Obduktion ergab. Er hatte sowohl eine Schusswunde im Rücken, als auch eine im Bauch, deren Kugeln definitiv aus zwei verschiedenen Waffen stammen.

 

Die weiteren Ermittlungen ergaben einen Zusammenhang mit der Einlieferung einer verletzten Frau ins Warendorfer Stadtkrankenhaus. Die 28jährige Marlies K. (Name von der Redaktion geändert) litt unter hohem Blutverlust. Ihren Angaben zufolge geschah dies durch Bisse in Hals und Handgelenk. Es konnten jedoch lediglich Bisswunden am Hals festgestellt werden. Die Frau lieferte eine genaue Beschreibung der Täter ab.

 

Die Polizei hält weitere Einzelheiten aufgrund der laufenden Ermittlungen zurück, bittet jedoch die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise.
 

                                                                        


 

Ein Brief an die Kainiten Deutschlands

Domäne Teutoburg, 19.01.2003
 

Hochverehrte Prinzen,
Verehrte Ahnen,
Werte Ancillae,
Geschätzte Neonaten!

In den letzten Wochen sind einige Gerüchte und Spekulationen über die Domäne Teutoburg aufgetaucht, die so nicht stehen gelassen werden können.

Fakt ist, dass unser Prinz HenRick Nachtigall, Ahn des Clans der Gelehrten, vor einiger Zeit durch einen Formwandler in hinterhältiger Weise ausgetauscht wurde. Anfang diesen Jahres gelang es unter der Führung des Primogens von Haus und Clan Tremere, den Formwandler zu vernichten und den rechtmäßigen Prinzen zu befreien.

Bis dieser sich von seinen Verletzungen erholt hat, übernimmt das Primogen die Führungsaufgaben der Domäne. Es liegt daher nun an uns, einige zum Schaden der Camarilla getroffene Entscheidungen zu korrigieren.

Deshalb ergeht folgendes Dekret:

1. Die getroffenen Gebietsveränderungen bis Dato (Namentlich: Hannover, Schaumburg und Gütersloh), werden rückgängig gemacht. Diese Gebiete werden jedoch trotzdem weiterhin unter Aufsicht gehalten, damit sich dort keine camarillafeindlichen Kräfte sammeln oder festsetzen können. Wir sähen es jedoch lieber, wenn sich in naher Zukunft dort wieder eine eigenständige camarillatreue Domäne bilden würde.

2. Es ist keinem Kainiten gestattet, das Gebiet der Domäne, ohne sich vorher angemeldet zu haben, zu betreten. Sollte ein unangemeldeter Kainit aufgegriffen werden, wird er ohne Ausnahme vernichtet.

Entgegen der Behauptung einiger unwissender Neonaten, bedarf die Domäne Teutoburg keinerlei Hilfe von außen, bei der Verteidigung ihrer Grenzen. Wir sind jederzeit Willens und in der Lage jedem Angreifer die Wahrheit dieser Aussage vor Augen zu führen.

Lang lebe die Camarilla!

Der Primogensrat zu Teutoburg

Thomas Malfort
Ahn Haus und Clan Tremere

Carl Friedrich Liebig
Ancilla Clan Ventrue

Barbara Hopster
Ancilla Clan Gangrel

Tatjana Wolff
Neonat Clan Brujah

 


 

In der Woche vom 20. bis zum 24. Januar 2003 werden im Fernsehen verschiedene Beiträge ausgestrahlt.

 

Die Berichte werden von einigen bekannten TV-Magazinen im Vorabendprogramm gezeigt und beleuchten die genannten Ereignisse nur teilweise. Der untenstehende Beitrag stammt von einem TV-Magazin welcher den ausführlichsten Bericht dieser Art darstellt und ist deshalb stellvertretend für alle anderen Berichte im Detail aufgeführt. Gegen Ende der Woche greifen auch verschiedene regionale und überregionale Tageszeitungen das Thema auf.

 

TV-Magazin vom 20.01.2003

 

Anmoderation:

"In der norddeutschen Provinz sagten sich früher noch artig Fuchs und Hase ,Gute Nacht’. So auch im westfälischen Sassenberg, einem verschlafenen Nest im Grünen, einer Gegend, die Eingeweihten lediglich durch ihren Lokalsender Radio WAF bekannt ist. Seit einer ereignisreichen Nacht im Januar ist diese Idylle zum trügerischen Scheinbild geworden. Fünf skrupellose Individuen stürmten ein Haus, überwältigten die Einwohner und richteten sie quasi hin. Nur eines der Opfer konnte entkommen. Die erschütternde Bilanz der Schreckensnacht: 2 Tote, ein Vermisster und ein Opfer, das sich noch nicht vollständig von ihren psychischen Qualen erholt hat. Polizeiberichte und Zeugenaussagen auch aus einer anderen Gegend lesen sich wie ein bizarres Horrorszenario à la Stephen King mit einem Schuss Bram Stoker.“

 

MAZ Anfang...

Im Bild eine Waldstraße am Tag, die Kamera schwenkt an der Straße entlang, zeigt eine Wiese und dann Reifenspuren, die im Graben enden. Ein Schwenk zurück auf den angrenzenden Wald.

 

Ton Sprecher: "Es ist am späten Abend Uhr am 11. Januar. In dem kleinen Örtchen Gesmold im Landkreis Osnabrück ist alles wie immer. Die Anwohner einer abgelegenen Wohnstraße, haben nichts ungewöhnliches bemerkt. Gegen 22 Uhr ereignete sich jedoch in diesem Wald ein grausames Schauspiel. Mehrere Satanisten führten eines ihrer Rituale durch. Dabei zogen sie einen Ritualkreis aus mit Menschenblut vermischter Erde. Die gefundenen Kampfspuren, lassen darauf schließen, dass eine weitere Gruppe die Satanisten stören wollte und eine als Molotow-Cocktail bekannte Brandbombe in den Kreis warf. Weitere Brandherde wurden gefunden, jedoch bleibt ihre Ursache bisher mysteriös. Im darauffolgenden Kampfgetümmel kam es zu einem Schusswechsel, den ein Anwohner zunächst für einen Krimi im Fernsehen hielt.“

 

Im Bild ein Schwenk über eine Wegkreuzung im Wald, mit einigen schwer erkennbaren verbrannten Stellen und einem Rest Erde, der ein Kreis gewesen sein könnte. Dann Schnitt zu einem älteren Mann mit Cord-Hut und Dackel an der Leine am Waldrand.

Unterzeile: Walter Nierhoff, Anwohner

 

O-Ton Nierhoff: „Also, ich wollt ins Bett gehen. Ich hatte grade „Die Krone der Volksmusik“ geschaut und da hörte ich ’n Geknalle und Geschreie. Da dachte ich erst, dass mein Nachbar, ein bißchen schwerhörig, müssen Sie wissen, seinen Fernseher wieder so laut gestellt hat und der guckt ja so gerne Krimis, wissen se? Aber als ich am Sonntag morgen mit Rex, das ist der Kleine hier, ne, durch’n Wald gejoggt [deutsch ausgesprochen] bin, hab ich gesehen, was da für schreckliche Vandalen gehaust ham. Da hab ich natürlich sofort die Polizei gerufen. Denn wissen Sie, mein Enkel hat mir zu Weihnachten so’n neumodisches Händi geschenkt. Und das hab’ ich jetzt immer dabei.“ Er hebt ein Handy ins Bild.

 

Ton Sprecher: „Dies war jedoch erst der Anfang. Seinen traurigen Höhepunkt fand das Horrorszenario schließlich in Sassenberg im Kreis Warendorf, wo fünf Personen ein Haus stürmten.“

 

Im Bild ein Wohnhaus mit provisorisch reparierter Vordertür.

 

Ton Sprecher:„Wie die Ermittlungen der Polizei ergaben, drangen die vier Personen, deren Phantombilder gerade angefertigt werden, sowie eine rothaarige Frau Mitte 20, etwa 1,80 groß, in das Haus ein. Sie schlugen und quälten die beiden Anwohner sowie ihren Gast Marlies K.“

 

Im Bild eine Frau mit blauen Haaren, deren Gesicht verzerrt und damit unkenntlich gemacht ist. Sie spricht mit einer ebenfalls verzerrten Stimme, die arg an Minnie Maus erinnert.

Unterzeile: Das überlebende Opfer Marlies K.

 

O-Ton Marlies K.: „Eigentlich wollte ich mir nur einen netten Abend machen mit Andrej und seinem Freund Sven. Ich hab Andrej erst vor zwei Wochen kennengelernt und er hatte ja so einen süßen Hintern. Also bin ich bei den beiden vorbeigeschneit und hatte einen Konti Bier dabei. Sie freuten sich auch und wir machten es uns gemütlich. Als plötzlich so’n paar Irre die Tür eintraten. Ich war grad in der Diele, weil ich Nachschub holen wollte, da standen auf einmal zwei Typen vor mir und hielten mir ’ne Knarre an den Kopf. Drinnen im Wohnzimmer waren noch zwei Weiber und ’n Kerl, die Andrej und Sven an die Wand gestellt hatten und durchsuchten als ob sie Waffen dabei hätten.“

 

Ton Sprecher: „Was wollten die? Geld?“

 

O-Ton Marlies K.: „Ich hab keine Ahnung! Drei von denen durchsuchten wohl das Haus. Und der große Kerl und das kleine Mädel hielten uns in Schach. Ich weiß nicht, was die wollten, denn immer wenn wir sie gefragt haben, was sie hier wollen, sagte der Große immer nur „Halt's Maul!“. Und als Sven dann dem Kerl mal so’n bisschen die Meinung sagen wollte, hat er ihm direkt in die Fresse getreten. Dann haben der Mann im Anzug so’n anderen Typen reingeholt. Mit dem ist er gleich in den Keller gegangen. Dort ham sie ihn dann einfach umgemacht, den armen Kerl.“

 

Ton Sprecher: „Was passierte dann?“

 

O-Ton Marlies K.: „Sven hat auf einmal ’nen Anfall bekommen und angefangen Blut zu kotzen. Ich wollte ihm helfen oder zumindest einen Arzt rufen, aber der Große hat mich nicht gelassen. Er hat mir ’ne Knarre an’n Kopf gehalten und das Handy zerschossen. Sie haben ihn tatsächlich elendich verrecken lassen. Ohne sich um ihn zu kümmern.“ Man hört ein kurzes Schluchzen und ein Nase schnäuzen. „Dann, dann hab ich versucht, als sie kurz nicht aufgepasst haben, zur Dielentür rauszulaufen. Aber auf der Diele waren dieser Typ im Anzug und der Bärtige und die haben dann versucht mich niederzuschlagen. Als sie mich dann festgehalten haben, bin ich doch ohnmächtig geworden, keine Ahnung, wieso.

 

Ton Sprecher: „Doch was dann geschah, entbehrte doch jeder Menschlichkeit, nicht wahr?“

 

O-Ton Marlies K.: „Genau. Als ich halbwegs wieder zu mir kam, merkte ich, dass der Große mir in den Hals gebissen hatte. Und zwar so richtig, das tat schweinemäßig weh, aber irgendwie war es auch ziemlich....hm, naja,....fast schon....geil. Nicht, dass Sie mich jetzt für pervers halten. Ich steh normalerweise nicht auf so was. Aber irgendwas hatte das. Auch an meinem Handgelenk war irgendwas.“

 

Ton Sprecher: „Bei Ihnen wurde im Krankenhaus eine starke Anämie festgestellt. Meinen Sie, dieser Biss hätte etwas damit zu tun?“

 

O-Ton Marlies K.: „Ja, als die Typen mich wieder ins Wohnzimmer brachten, war mir total schwummrig und als ich dann auf dem Sessel saß, bin ich auch wieder ohnmächtig geworden. Ich kam dann irgendwann wieder zu mir und um mich war überall Rauch und Feuer. Und ich bin nur noch rausgestolpert. Keine Ahnung, wie ich das geschafft hab, aber irgendwann waren da einfach nur noch Sanis und dann bin ich am nächsten Tag im Krankenhaus wieder wach geworden.“

 

Im Bild kurz das Krankenhaus in Warendorf. Dann Umblendung auf ein Arztzimmer, am Schreibtisch ein Herr im weißen Kittel, Mitte 40, Halbglatze.

Untertitel: Dr. Georg Wilde, Leiter der Notaufnahme

 

O-Ton Dr. Wilde: „Frau K. wurde am 12.1. gegen 0:30 eingeliefert. Sie war ohne Bewusstsein und hatte eine schwere Verletzung an der linken Halsseite. Bei genauerer Untersuchung konnten zwei Hämatome im Vorderen Kopfbereich unter den Haaren festgestellt werden. Des weiteren litt Frau K. an einer schweren Anämie, deren Ursache nicht genau festgestellt werden konnte. Nachdem die Patientin wieder bei Bewusstsein war und zu den Vorgängen befragt werden konnte, gab sie an, dass es sich so angefühlt hätte, als ob zwei der Täter ihr Blut getrunken hätte.“

 

Ton Sprecher: „Gab es dafür Anzeichen?“

 

O-Ton Dr. Wilde: „Nun ja, die Wunde am Hals glich tatsächlich einer Art Bisswunde, wie man sie aus Vampirfilmen kennt. Aus wissenschaftlicher Sicht jedoch erscheint dies fragwürdig. Vermutlich hat sich Frau K. bei dem Versuch, das brennende Haus zu verlassen, an Nägeln oder etwas ähnlichem verletzt.“

 

Ton Sprecher: „Also schließen Sie das Trinken des Blutes durch einen der Täter aus?“

 

O-Ton Dr. Wilde: „Nun, ich will es einmal so sagen, vom medizinischen Standpunkt her, ist es unmöglich, dass ein Mensch so viel Blut trinkt, ohne sich direkt übergeben zu müssen. Mal abgesehen davon, dass das menschliche Gebiss nicht über zwei solcher Reißzähne verfügt. Andererseits gibt es keine Erklärung dafür, wo das Blut von Frau K. geblieben ist, denn am Tatort wurden keine Spuren gefunden.“

 

Im Bild die Frau mit blauen Haaren, deren Gesicht verzerrt und damit unkenntlich gemacht ist. Sie spricht mit einer ebenfalls verzerrten Stimme, die arg an Minnie Maus erinnert.

Unterzeile: Marlies K. – Opfer eines Vampirs?

 

Ton Sprecher: „Ihre Schilderung legt die Vermutung nahe, dass sie Opfer von Vampiren wurden.“

 

O-Ton Marlies K.: „Also normalerweise glaube ich ja nicht an so was, aber ich bin mir nicht ganz sicher, es fühlte sich echt so an, als hätten die mir das Blut aus dem Körper gesaugt.“

 

Im Bild der Sprecher mit dem Mikro des Senders mit den drei großen Buchstaben.

 

„Die Leiche des Sven, der Nachname ist Frau K. leider nicht bekannt, doch sie beschreibt ihn als etwa 30 Jahre alt, ca. 1,90 m groß, dunkle lockige Haare und von stabiler Statur, wurde bis heute nicht gefunden. Sie befand sich definitiv nicht im abgebrannten Haus. Die Polizei verweigerte nähere Auskünfte mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen. Müssen wir nun befürchten, dass Frau K. ebenfalls zu einem Vampir wird und diese Seuche auf uns alle übergreift? Oder ist es doch nur ein Mythos aus den dunklen Fantasien einer jungen Frau, die ein schreckliches Verbrechen nur knapp überlebte. Dies war Bernhard Eligmann für „Sprengend“.

 

MAZ Ende

 


 

Tageszeitungen, 24.1.03

 

NEUE ERKENNTNISSE DER SOKO SASSENBERG

 

- ZEUGIN ÄNDERTE IHRE AUSSAGE -

 

Warendorf. Wie am Donnerstag von der Polizei Warendorf bekannt gegeben wurde, hat die Zeugin Marlies K. (Name von der Redaktion geändert) ihre erste Aussage revidiert und nun den wahren Tathergang geschildert. Die Frau, die in Sassenberg als "leichtes Mädchen" bekannt ist, hatte zunächst von fünf Eindringlingen gesprochen, die schließlich drei Menschen töteten und ein Einfamilienhaus in dem Dorf anzündeten (wir berichteten).

 

Wie sich nun herausstellte, waren die fünf angeblichen Einbrecher, genau wie die Zeugin, zu einer kleinen Feier eingeladen. Bei den schwarz gekleideten Gästen handelte es sich um Satanisten, wie sich im Laufe des Abends herausstellte. Sie vollführten Blutrituale und töteten dabei zwei der anderen Gäste. Sven F., den Frau K. zunächst als getötet angab, dessen Leiche aber nie gefunden wurde, konnte entkommen, gilt jedoch seitdem als vermisst. Frau K. selber stellte sich tot, so dass sie nach Verschwinden der Satansjünger das brennende Haus schnell verlassen konnte.

Nach den Gründen ihrer ersten Falschaussage befragt, gab Frau K. an, sie hätte aus Angst vor den Satanisten so gehandelt. Jetzt habe aber ihr Gewissen sie gezwungen, die Wahrheit zu sagen.

 

Der Leiter der SOKO Speck ließ die bereits sogar im Fernsehen veröffentlichten Phantombilder zurückziehen und durch neue ersetzen. Nach Aussage der Zeugin sahen die Täter wie folgt aus:

 

4 Phantombilder.... [keinerlei Ähnlichkeit mit euch bekannten Personen]

 

Die SOKO Sassenberg bittet um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung.

 


 

Ein Brief an die Kainiten Deutschlands

 

Hochverehrte Ahnen,

verehrte Ancillae,

werte Neugeborene,

Den Kainskindern der Deutschen Lande zu Wissen:

 

Wir, Jérome Fabrice Latour, Ahn aus dem Clan des Szepters, haben in der heutigen Nacht die Regierungsgeschäfte in der Domäne Nassau-Saarbrücken wieder an uns genommen und unseren verwaisten Thron endlich nach Jahrhunderten wieder besetzt.

Wir danken Herren Baphomet in aller Form für seine aktive und fähige Vertretung unserer Person, dem rechtmäßigen Fürsten des Saargebietes, in unserem Amt. So denn Herr Baphomet in den kommenden Nächten seinen Weg vor unseren Thron findet wird er unseren Dank und eine fürstliche und gerechte Entlohnung für seine Mühen erhalten.

Ebenso danken wir dem Ältestenrat unserer Domäne für seine wohlwollende Zusammenarbeit und seine Unterstützung bei der Rückkehr auf unseren Thron.

 

Auf eine strahlende Zukunft im Zeichen der Vergangenheit

Jérome Fabrice Latour

Ahn aus dem Clan des Szepters

Einstiger und ewiger Fürst des Saargebietes
 


 

Ein bei einem gesellschaftlichen Treffen am 22.2.2003 verlesener Brief

 

An die Kainiten der Domäne Teutoburg

 

Sagt mal Leute, für WIE blöd haltet ihr uns eigentlich? Glaubt ihr wirklich, ihr könntet uns einfach so fangen?

Schade, gerade haben wir angefangen, euch zu mögen, denn ihr wart so herrlich erfrischend im Gegensatz zu vielen anderen Domänen, auch wenn ihr euch mit Händen und Füßen gewehrt habt, uns gern zu haben oder mit uns zu spielen ...

Na gut, zwei von euch haben uns gefunden. Aber was hat es ihnen genützt? Denkt doch mal nach ... ihr könnt uns nicht fangen! Dass derjenige, der die Blutjagd aufgehoben hat, ein falscher Prinz war, konnte ja keiner ahnen, aber wir fanden das schon klasse und haben uns echt überlegt, uns wieder hier anzusiedeln. Mal schauen, ob wir von unseren Plänen wieder Abstand nehmen. Kommt wohl darauf an wie sehr ihr uns auf die Pelle rückt ...

Aber mal so ganz unter uns: Lasst diese blöde Blutjagd doch einfach Blutjagd sein und akzeptiert uns als Freunde. Wir haben euch doch nichts getan, oder?

O.K., Twopack, sorry, für die kleine Manipulation unter Freunden, aber wir wollten nur ein größeres Unglück für dich verhindern. Und sag nicht, die kleine Rothaarige hätte dir nicht gefallen ... so wie die dich angehimmelt hat ... ;-) Wir hoffen, sie hat dir geschmeckt.

Ach, und Alex, sorry, aber wir kannten deinen Geschmack bezüglich Frauen nicht. Ihr Tremere seid da immer etwas komisch, sonst hätten wir dir auch eine besorgt. Nimm uns die kleine Manipulation deines Gedächtnisses nicht übel. War ja nur kurzzeitig und auch nur zu deinem besten.

So, zurück zum Ernst des Lebens. Wir wollen euch nichts tun, aber wenn ihr Krieg haben wollt, dann könnt ihr ihn haben. Seid euch jedoch gewiss, dass wir dann nicht mehr spaßen.

 

gez.

Franzius und Katharina Boccart

Elder des Clans Ventrue

 

P.S.: Ach ja. Danke für deine liebe Mithilfe, Carl. Deine Infos haben uns echt sehr geholfen.

P.P.S.: Diese Nachricht wird sich in zwanzig Sekunden selbst zerstören.

 


 

Ein Brief an die Domäne

 

An die Bewohner der Domäne Teutoburg

Wie auf dem Treffen am 22.02.2003 besprochen, läuft die Frist zur Ergebnisbeschaffung bzgl. der Blutjagd auf die beiden Ventrue Franzius und Katharina Boccart am 15.03.2003 ab.

Aus diesem Grunde sind Sie zu diesem Termin eingeladen, Ihre Ergebnisse vorzustellen.

Die Uhrzeit, sowie der Ort des Treffens werden Ihnen mit Ihrer Bestätigung bekannt gegeben. Diese wird bis zum 12.03.2003 in schriftlicher oder elektronischer Form erwartet.
Sollten Sie sich bis zum o.g. Termin nicht gemeldet haben, wird von einer Weigerung Ihrerseits ausgegangen, dem Aufruf des Prinzen zur Vollstreckung der Blutjagd Folge zu leisten, der dann entsprechend geahndet werden wird.

In Vertretung für das Triumvirat der Domäne Teutoburg

gez. T. Wolff

 


 

Ein Brief an die Kainiten Deutschlands

 

Werte Damen und Herren  

 

hiermit wird offiziell verkündigt, daß Francesco di Arezzo, Ahn des Clans der Rose, ab dem 2. März im Jahre des Herrn 2003 das Amtsgeschäfte des Prinzen zu Freising übernimmt, nachdem Frau Gina Viscardi, Ancilla des Clan Gangrel, das Amt niedergelegt hat. 

 

Die Amtspositionen werden weiterhin so besetzt bleiben, wie es unter der Herrschaft Frau Viscardis beschieden wurde.

Herr Malfeis, Ahn des Clans des Mondes, Hüter des Elysiums

Frau Malekin Katinka, Neugeborene des Clans des Mondes, Harpyie

Herr Hagen Stein, Neugeborener Des Clans Gangrel Sheriff

Herr Horus, Neugeborener des Clans Gangrel Geissel

 

Da Herr di Arezzo im Moment keinen Anlaß für die Ernennung eines Prinzregenten sieht, wird Frau Viscardi ihm in beratender Funktion zur Seite stehen.

 

Gezeichnet

Bernhard Ribbentrop

im Auftrage des

Francesco di Arezzo

Ahn des Clans der Rose

Prinz zu Freising

 


 

Ein Brief an die Kainiten Deutschlands

 

Verehrte Ahnen,
geschätzte Ancillae,
werte Neonaten,
meine Damen und Herren!

Ich darf sie darüber informieren, dass ich, Friedrich Lothar von Habsburg, mit Wirkung vom 09.03.2003, 02.00 Uhr, von seiner Excellenz unserem hochverehrten Justikar Rheinhardt von Trotta, zum Leitenden Archonten für Deutschland und zu seinem obersten Executor in Gerichtsfragen bestimmt worden bin. Ich möchte sie nunmehr in aller gebotenen Kürze über das weitere Procedere informieren.

Mir als Leitendem Archonten sind weitere Archonten für Deutschland unterstellt, deren Namen im Bedarfsfalle durch mich bekannt gegeben werden. Den Archonten wiederum sind Charone unterstellt, die direkt in den jeweiligen ihnen zugewiesenen Domänen agieren werden und deren Namen im Bedarfsfalle bekannt gegeben werden. Die Entsendung von Charonen in einzelne Domänen wird mit dem jeweiligen Prinzen zuvor abgestimmt.

Gegenüber den Charonen werden wider die Camarilla verübte Straftaten von einiger Erheblichkeit angezeigt. Straftaten von einiger Erheblichkeit sind nicht solche, die der Prinz der Domäne problemlos aburteilen und die Strafe vollstrecken kann.

Straftaten wider die Camarilla von ganz besonderer Schwere sind direkt bei meiner Person anzuzeigen. Meine Korrespondenzadresse wird ihnen im Bedarfsfalle über einen meiner Charone zugänglich gemacht werden.

In meiner Funktion als oberster Executor seiner Excellenz Rheinhardt von Trotta trete ich auf, wenn ein Prinz der Camarilla für ein rechtliches Problem oder eine öffentliche Verhandlung einen Schiedsspruch oder ein Urteil von nicht lediglich regionaler Wirksamkeit benötigt. In diesem Falle ist jeder Prinz der Camarilla berechtigt mich um ein solches Urteil oder einen Schiedsspruch anzurufen. Zu diesem Zwecke werde ich im Falle einer öffentlichen Gerichtsverhandlung die jeweilige Domäne persönlich aufsuchen und das Urteil in Ansehung der während der Verhandlung dargelegten Umstände treffen.

Gegen einen durch mich ausgesprochenen Schiedsspruch oder ein durch mich ergangenes Urteil ist im offensichtlich begründeten Falle die Anrufung seiner Excellenz Rheinhardt von Trotta zulässig. Nur Prinzen der Camarilla können seine Excellenz den Justikar zwecks eines Revisionsbegehrens anrufen.

Mit meinem Amte und meinem Selbstverständnis von diesem stelle ich mich selbst außerhalb der in der Camarilla als bekannt geltenden gesellschaftspolitischen Strukturen; Insbesondere bin ich nicht länger Teil etwaiger gesellschaftsgeschichtlich propagierter Bündnisse oder sonstiger Kungelgemeinschaften. Ich bin lediglich seiner Excellenz dem Justikar Rheinhardt von Trotta und der Camarilla verpflichtet und Rechenschaft schuldig.

Es ist im begründeten Falle jederzeit zulässig vor seiner Excellenz dem Justikar gegen mich eine Anklage wegen Verfehlung meines Amtes vorzutragen.


Die Camarilla ist uns Pfeiler und Stütze, so wie wir ihr Pfeiler und Stütze sein müssen. Erwiesene Straftäter wider die Camarilla können daher meinerseits nicht mit Schonung rechnen.

Zum Abschluß ein persönliches Wort in aller Deutlichkeit:

Recht und Gerechtigkeit sind nach der Auffassung Mancher zweierlei Ding. Das Recht dient dazu, das Leben zu ordnen, überschaubar und regelbar zu machen, jedem das Seine zu garantieren. Gerechtigkeit allerdings, sagt so mancher, widerfährt ihm selten, da nur die Mächtigen für sich Gerechtigkeit erstreiten.

Ich möchte so etwas in Deutschland nicht hören. Ich werde als leitender Archont für Deutschland immer das Nötige tun, um jedem loyalen Mitglied der Camarilla sowie jedem anderen unbescholtenen und gesetzestreuen Kainiten zu seinem Recht zu verhelfen. Und ich werde als oberster Executor seiner Exzellenz Rheinhardt von Trotta immer das Nötige tun, die Waage der Iustitia im Gleichgewicht zu halten.

Denn ich bin Friedrich Lothar von Habsburg, Ahnherr der Ventrue, das Kind der Sophia von Habsburg, welche Kind ist des Prinzen zu Wien Johann von Habsburg, welcher Kind ist seiner Excellenz Rheinhardt von Trotta, des Justikars des Clanes Ventrue für die Camarilla.


Habsburg
Leitender Archont Deutschland
 


 

Neue Osnabrücker Zeitung vom Montag, 19.5.2003, Lokalteil

 

GEWALTVERBRECHEN AUF OFFENER STRAßE? POLIZEI RATLOS

 

Die Polizei steht vor einem Rätsel. In der Nacht vom 17.05. auf den 18.05. beobachteten Passanten in Osnabrück in der Pagenstecherstraße gegen 3 Uhr vermutlich ein Verbrechen. Es wurde eine Gruppe von 5-7 Personen beobachtet, die offenbar eine junge Frau niederzuschlagen versuchte. Diese brach zusammen und wurde von der Täterin in einem silbernen Opel verschleppt. Zeugen berichteten, dass man die Verletzte kurz auf den Beifahrersitz, dann aber in den Kofferraum gepackt haben soll.

 

Der Opel war laut Zeugenaussage zunächst eingeparkt, doch sollen ein großer schlanker Mann mit langen Haaren und die Täterin einen Mercedes SLK "hochgehoben und mit dem Heck in ein Feld gestellt" haben. Danach flüchtete die mutmaßliche Täterin mit zwei Männern mit hoher Geschwindigkeit.

 

Die Beamten der Polizei bezweifelten die Aussagen der Passanten anfänglich, doch nach ersten Untersuchungen wurden Blutspuren, die auf schwerste Verletzungen schließen lassen und Abdrücke von Reifen auf dem Feld festgestellt. Von Opfer und Täter fehlt jedoch bisher jede Spur. Das Opfer ist weiblich, etwa Mitte 20, und trug zur Tatzeit ein dunkles kurzes Kleid. Die Täterin wurde als große Endzwanzigerin in heller Bluse und dunkler Hose beschrieben. Für sachdienliche Hinweise melden sie sich bitte unter 0541-XXXXXXX oder bei ihrer örtlichen Polizeiwache.

 


 

Neue Osnabrücker Zeitung, Mittwoch, 21.5.2003, Lokalteil

 

FRAGLICHES GEWALTVERBRECHEN AUFGEKLÄRT

 

Schnelle Klärung gab es im Fall eines fraglichen Gewaltverbrechens. Passanten beobachteten in der Nacht von Samstag 17.05. auf Sonntag den 18.05. in Osnabrück in der Pagenstecherstraße gegen 3 Uhr eine Gruppe von 5 bis 7 Personen, die eine Frau erst verletzt und dann entführt haben sollten.

 

Wie sich nun aufklären ließ, handelte es sich bei dem angeblichen Verbrechen nur um eine Gruppe Jugendlicher, die Improvisationstheater spielten und mit Hilfe einiger Hilfsmittel es aussehen lassen konnten, als wäre dort eine schwere Straftat ausgeübt worden. Untersuchungen des dort gefunden Blutes ergaben, wie die Jugendlichen es bereits zu Protokoll gaben, das es sich wirklich nur um Kunstblut handelte.

 

Die Täterbeschreibungen, die bei der Polizei eingingen, waren ebenfalls identisch und das vorgebliche Opfer eine 24jährige Rothaarige ist gesund und munter.

 


 

Ein Brief an die Domäne

 

Osnabrück, den 21.5.2003

An die Kainiten Teutoburgs

 

Euer Hoheit, hochverehrte Ahnen, hochverehrte Regenten, verehrte Ancillae, werte Neonaten,

  

das Treffen der Mitglieder der Domäne am vergangenen Samstag abend hinterläßt einen schalen Beigeschmack. Nicht nur, daß wir uns einer unbekannten Bedrohung gegenüber sehen, auch geschahen auf dem Treffen selbst einige sehr unangebrachte Dinge.

Am Montag wurde in der Neuen Osnabrücker Zeitung ein Artikel veröffentlicht, der nur einen Schluß zuläßt: Die erste unserer heiligen Traditionen, die Tradition der Maskerade, wurde durch Frau Wolff, Regentin zu Teutoburg, Ancilla des Clans der Gelehrten, Kind Seiner Hoheit, des verehrten  HenRick Nachtigall, Sicherheitsbeauftragte der Domäne, gebrochen. Daß diese Geschichte nunmehr zu einem glimpflichen Ende gebracht wurde, kann allerdings nicht zu einer Entlastung von Frau Wolff beitragen. Ihr Verhalten ist schlicht inakzeptabel.

Daß Frau Wolff sich an meinem Eigentum vergriffen, und damit nach meiner Auffassung ebenso die Tradition der Domäne wenigstens touchiert hat, ist hier nicht weiter von Belang, trägt aber zu meiner Entrüstung bei und ist ebenso ein wesentliches Detail in diesem Zeitungsartikel.

Frau Wolff mag gute Gründe für das Pflöcken Frau van Beienbergs anführen können, gleichwohl ich anzweifle, daß dies unbedingt nötig war. Wie die Ereignisse zeigen sollten, war es offenbar keinesfalls zwingend. Außerdem dürfte Seine Hoheit nicht darauf angewiesen sein, daß Frau van Beienberg paralysiert zu Ihm gebracht wird.

Was auch immer Frau Wolff weiterhin zu ihrer Verteidigung vorbringen mag, ich möchte hier betonen, daß das Hinterlassen offenkundiger Spuren, das Herumheben eines  Fahrzeugs und das Pflöcken auf offener Straße keinesfalls mit ihren von Seiner Hoheit übertragenen Ämtern zu vereinbaren sind, und nach dem Wortlaut der Tradition ihre Vernichtung auf ihr Haupt herab ruft.

Wenn Frau Wolff nicht aus völliger Ignoranz oder Mutwillen so gehandelt hat, hat sie sich doch zumindest ungeschickter angestellt, als man dies von einer Ancilla und Sicherheitsbeauftragten erwarten sollte.

Ich klage daher Frau Tatjana Wolff, Kind des HenRick Nachtigall, Regentin zu Teutoburg, Ancilla des Clans der Gelehrten, Sicherheitsbeauftragte der Domäne, des Bruches der ersten Tradition an, und beantrage, daß Frau Wolff angesichts der Tatsache des Maskeradebruchs, den Traditionen entsprechend, vorerst als Person ohne Blutrechte behandelt wird, bis das in dieser Sache ein Urteil gefällt wurde.

Mein Verständnis der Traditionen der Camarilla läßt kein anderes Verhalten zu.

 

Rex viva lex.

 

Hochachtungsvoll,

 

Dr. Mathias Stellmacher,

Kind des Rudolf von Hohenfels,

Kind der Sabrina Lenner,

Kind des Samuel of Westpole,

Kind des David MacAilpeine,

Kind des Marcus Antonius Flavius,

Kind der Themis,

Kind Mithras´ des Starken,

Kind des Ventrue,

Neonat des Clans des Szepters,

Domäne Teutoburg.

 


 

Tageszeitungen von Freitag, 27.06.2003

BRANDSTIFTUNG IN ENGER

Am gestrigen Donnerstag brannte eine Scheune in der Nähe von Enger fast vollständig nieder. Zeugen berichteten von einer Explosion und die Polizei geht von Brandstiftung aus, da bei erster Untersuchung des Brandortes größere Mengen an Brandbeschleunigern gefunden wurden. Weiterhin entdeckte die Polizei einen ebenfalls ausgebrannten Kellerraum, der weder in den Bauplänen verzeichnet war, noch der Besitzerin der Scheune, die diese öfter als Party- oder Eventraum vermietete bekannt. Auch konnte sie sich eine Explosion nicht erklären, da in der Scheune weder explosive Stoffe gelagert wurden, noch eine Gasleitung existierte. "Die Ermittlungen laufen weiter", so ein Sprecher der Polizei Herford. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurden jedoch keinerlei Angaben über die Art der Explosion gemacht. Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise unter 05221/XXXXXX oder auf jeder Polizeidienststelle.

 


 

Tageszeitungen, 30.06.2003

 

BRANDSTIFTUNG IN ENGER BESTÄTIGT

Am Donnerstag voriger Woche wurde in der Nähe von Enger eine als Partyraum genutzte Scheune ein Opfer der Flammen (wir berichteten). Die von der Polizei vermutete Brandstiftung hat sich nach Angaben des Landeskriminalamtes bestätigt. Norbert Burmann, ein Sprecher des LKA, äußerte die Vermutung, dass es bei der Brandstiftung einen höchstwahrscheinlich bandenkriminellen Hintergrund gäbe, da im Keller der Scheune, der der Eigentümerin nicht bekannt war, Rückstände von Plastiksprengstoff gefunden wurden. "Diese Rückstände geben Anlass zu erhöhter Wachsamkeit, denn normalerweise sind solche Methoden nur in Kreisen des organisierten Verbrechens zu finden," so Herr Burmann. "Außerdem wurden die Überreste von Abhöranlagen gefunden, so dass sich der Verdacht in diese Richtung noch weiter erhärtet. Das Feuer wurde gelegt, um Spuren zu verwischen. Wir ermitteln allerdings in alle Richtungen."
Im Keller wurden die Überreste zweier Betten und verschiedene Kleidungsreste gefunden, so dass die Polizei von mehreren Bewohnern dieses Raumes ausgeht. Über eventuelle Leichen wurde nichts bekannt. Weiterhin wurde von Zeugen berichtet, die einen dunklen Mercedes neueren Baujahres mit Osnabrücker Kennzeichen vom Tatort haben wegfahren sehen. Der Wagen, in dessen inneren zwei Männer zu sehen waren, soll sich mit erhöhter Geschwindigkeit kurz nach der Explosion in Richtung Norden von der Scheune wegbewegt haben. Zeugen, die diesen Mercedes am Donnerstag morgen gegen 7.15 Uhr gesehen haben, werde gebeten, sich bei der Polizei unter 0521/XXXXXX oder auf jeder Polizeidienststelle zu melden. Es wurde eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.
 


 

Tageszeitungen, 14.07.2003

 

MÜNSTER: BRANDSTIFTER HÄLT FEUERWEHR IN ATEM - 21 BRÄNDE GELEGT

Zwar sind es meistens nur kleine Dinge, die angezündet werden, zum Beispiel: Müllsäcke, Briefkästen und Abfallcontainer, allerdings wurden auch zwei Heuwagen und ein PKW in Brand gesetzt. Der bisherige Schaden beträgt ungefähr 100.000 Euro. Es wird davon ausgegangen, dass zwischen diesen Taten eine Verbindung besteht. 

 


 

Tageszeitungen, 13.8.2003

BRÄNDE NUN AUCH IM TEUTOBURGER WALD

Osnabrück. Die andauernde Trockenheit und Hitze fordert nun auch hier ihren Tribut. In den vergangenen zwei Tagen wurden gleich drei Brände im Teutoburger Wald entdeckt. Zwei hatte die Feuerwehr schnell unter Kontrolle, der dritte bei Bad Essen jedoch erforderte den zusätzlichen Einsatz von Wehren aus vielen Nachbargemeinden, einschließlich eines Löschzuges aus Osnabrück sowie von Flugzeugen. Doch auch hier gab Heiner Wellendorf, Sprecher der Feuerwehren des Landkreises Osnabrück, inzwischen Entwarnung: "Die Kollegen haben nach stundenlangem Kampf das Feuer in den Morgenstunden unter Kontrolle bringen können." Die Ursache der Brände ist noch unbekannt. "Wir können Brandstiftung jedoch nicht ausschließen", so Wellendorf. "Deshalb geht noch einmal ein dringender Appell an alle Bürger, kein Glas oder gar brennende Zigaretten achtlos wegzuwerfen. Der Wald ist so trocken, da brennt alles wie Zunder."

 

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BAUERNHOF VON KRÄHEN BEVÖLKERT

Bad Oeynhausen. Als ein Landwirt im Bad Oeynhauser Ortsteil Wulferdingsen am frühen Dienstag morgen aus dem Haus kam, um seine Kühe zu melken, sah er ein erstaunliches Bild: Unmengen von Krähen hatten sich überall auf seinem Hof niedergelassen, auf den Dächern, auf den Zäunen, den Bäumen und sogar auf dem Boden selber. "Das erstaunlichste war, dass sie vollkommen ruhig waren. Normalerweise hätten man eine solche Menge der Biester ja hören müssen. Aber sie gaben keinen Laut von sich", so der erschrockene 'Bauer.


Die Nachbarin Erna S. (69) meinte dazu: "Es ist ein Wunder, dass wir noch leben, die Vögel wollten sich rächen. Kennen Sie den Film "Die Vögel"? Genauso war es." Auf die Frage unseres Reporters, warum die Vögel sich rächen wollten, antwortete sie: "Na, das ist doch klar. Der Walter hatte doch vor einigen Wochen eine Krähe geschossen und den toten Vogel als Mahnmal aufgehängt. Das lassen die sich nicht gefallen!"


Markus S., Vogelforscher an der Universität Bielefeld, jedoch wiegelte ab: "Ein Szenario wie bei Hitchcocks Thriller ist in der Realität undenkbar. Die Vögel sind nicht in der Lage, sich so sehr zu organisieren." Eine Erklärung für das Phänomen jedoch hatte er auch nicht.


Die Vögel jedenfalls blieben noch eine Weile unbeeindruckt von dem Landwirt und seiner Frau sitzen, ehe sie sich bei Eintreffen der ersten größeren Menschenansammlungen in die Luft erhoben.


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BRANDSTIFTER ERNEUT AM WERK

Münster. Um den Brandstifter von Münster war es längere Zeit ruhig. Doch in den letzten 5 Tagen kam es erneut zu Bränden, die seine Handschrift trugen. Wiederum handelte es sich zunächst um kleinere Feuer (z.B. diverse Müllcontainer oder ein Auto) und niemand kam zu schaden. Doch am gestrigen Abend brannte eine Scheune am Stadtrand von Münster. Obwohl aufgrund des beherzten Eingreifens des Bauern und seiner Nachbarn keine Gefahr für die umliegenden Gebäude bestand, brauchte die Feuerwehr mehrere Stunden, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen.


Die Polizei setzt eine Belohnung auf Hilfe bei der Ergreifung des Täters in Höhe von 500,-- Euro aus. Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.
 


 

Tageszeitungen, 18.8.03

ERNEUTE WALDBRÄNDE

Porta Westfalica. In der Nähe des Kaiser-Wilhelm-Denkmals wurden am Wochenende mehrere Hektar Wald Opfer eines Feuers, das die Feuerwehr erst mit Hilfe der in Minden stationierten Bundeswehr Herr werden konnte. Der Brand war am frühen Samstag Abend etwa 500 m oberhalb des beliebten Ausflugziels ausgebrochen und fraß sich seinen Weg von den auffrischenden Winden angefacht über den Kamm des Gebirges. Eine Gaststätte und eine Startanlage für Drachenflieger wurden gänzlich vernichtet. Menschliche Opfer sind glücklicherweise nicht zu beklagen. Ursache des Feuers scheint Brandstiftung zu sein. Entwarnung kann die Feuerwehr aufgrund der anhaltenden Trockenheit nicht geben. "Selbst wenn es nun einen Tag lang regnen würde, würde es vermutlich nicht viel helfen, nachdem wir wochenlang keinen Niederschlag hatten. Wir bitten deshalb weiterhin Wanderer besonders auf den Wald acht zu geben", so ein Sprecher.
 


 

Neue Westfälische, 22.08.2003

ZEHNTER WALD- UND FLÄCHENBRAND


Herford. Seit Beginn der Trockenperiode am 21. Juli wurde die Feuerwehr der Stadt Herford gestern Morgen zu ihrem zehnten Einsatz in der Natur gerufen. Diesmal brannten an der Stedefreunder Straße rund 100 Quadratmeter trockenes Gras und Gestrüpp. Sieben Feuerwehrleute löschten den Brand mit einem C-Rohr.

 


 

Diverse Tageszeitungen der Region, 30.8.2003

FEUER IM NATURSCHUTZGEBIET


Spenge. Nun wurde auch das Naturschutz- und Naherholungsbiet Hücker Moor das Opfer von Flammen. Am Freitag morgen gegen 5 Uhr entdeckte ein Landwirt einen hellen Lichtschein über dem Wald. Er alarmierte die Feuerwehr, die den Brand erst nach mehreren Stunden unter Kontrolle brachte. "Wir haben noch immer eine Brandwache aufgestellt, da im Boden weiterhin Glutnester glimmen könnten, die das Feuer auch nach Stunden erneut anfachen könnten." Franz Meyer von der örtlichen Feuerwehr ist sich sicher, dass es sich um Brandstiftung handelt und fährt fort: "Die Polizei ist eingeschaltet und ermittelt. Ich hoffe, der Täter wird gefasst. Denn er hat gerade in diesem Gebiet nicht nur seltene Pflanzen vernichtet, sondern auch den Lebensraum vieler Tiere zerstört."


Eventuelle Zeugen werden gebeten sich bei der Polizei unter 05227/xxxxxxx oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.


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BRANDSTIFTUNG IM FREDEN


Osnabrück. Am frühen Freitag morgen wurde erneut ein Feuer im Teutoburg Wald gelegt. Diesmal traf es ein Gebiet in der Nähe von Bad Iburg. Hermann P., Vertreter für Staubsauger, entdeckte den Brand im Freden kurz nach 4 Uhr, als er sich gerade zu einer Fortbildung in Stuttgart aufmachen wollte. Durch seine schnelle Alarmierung der Feuerwehr konnte schlimmeres verhindert werden, obwohl mehrere Hektar Wald den Flammen zum Opfer fielen.

 

Die Feuerwehr geht von Brandstiftung aus. Ein Sprecher dazu: "Die Waldbrandgefahr ist stark gesunken, so dass gerade bei dem Regen, der in der Nacht fiel, eine Selbstentzündung des Waldes mit nahezu 100%er Sicherheit auszuschließen ist." Um die laufenden Ermittlungen nicht zu stören, wurden nähere Einzelheiten zunächst nicht bekannt gegeben.


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SPARRENBURG VOR FLAMMEN GERETTET


Bielefeld. Das Wahrzeichen Bielefelds wurde am frühen Freitag morgen von der Feuerwehr vor Schaden gerettet. Um 6 Uhr riefen gleich mehrere Anwohner die Einsatzkräfte, in die Nähe der Burg, wo ein Waldbrand tobte. "Es gibt Beweise für Brandstiftung," teilte uns der zuständige Beamte Heinz Stucke von der Polizei mit. "Aufgrund der laufenden Ermittlungen kann ich Ihnen jedoch nicht mehr mitteilen." Das Feuer fraß sich gefährlich nahe an die mittelalterliche Burg heran. Die ersten Kleingärten in der Nachbarschaft wurden schon Opfer der Flammen, ehe die Feuerwehr sie unter Kontrolle bekam.
 


 

Tageszeitungen vom 02.10.2003

FEUER AM HÜCKER MOOR

Und wieder scheint der Feuerteufel, der während des Sommers die Feuerwehr in Ostwestfalen in Atem gehalten hatte, zugeschlagen zu haben. Gestern Abend gegen 20.00 Uhr wurde die Feuerwehr zum Hücker Moor gerufen, da an dem dortigen See eines der dort ansässigen Cafés samt angeschlossenem Bootsverleih in Flammen stand.

Die Polizei wollte gestern zwar noch nicht offiziell bestätigen, dass es sich um den gleichen Brandstifter handle, der auch schon für mehrere Feuer in den letzten Monaten, hauptsächlich im Teutoburger Wald und im Wiehengebirge, verantwortlich war, aber aus gut informierten Kreisen wurde die Vermutung geäußert, dass zumindest der selbe Brandbeschleuniger benutzt worden sei.

Es entstand ein Sachschaden von ca. 150.000 Euro.

 


 

Neue Osnabrücker Zeitung, 27.10.2003

FEUER IM ZOO


Der Osnabrücker Zoo beschäftigte am gestrigen Abend mehrere Feuerwehren der Stadt. Als gegen 21 Uhr der Alarm einging, wurde von einem brennenden Strohlager berichtet. Da sich dieses jedoch am Rande des Tierparks befand, drohten die Flammen auf den Wald überzugreifen. Und tatsächlich bot sich den Rettern ein wahres Flammenmeer als sie eintrafen. Bei Redaktionsschluss war der Brand noch nicht unter Kontrolle. Es besteht die Vermutung, dass es sich um Brandstiftung handelt.
 


 

Neue Osnabrücker Zeitung, 28.10.2003

 

BRANDSTIFTUNG BESTÄTIGT


Der am Sonntag Abend im Osnabrücker Zoo ausgebrochene Brand (wir berichteten) war tatsächlich Brandstiftung. Das Feuer hatte im Zoo und auch im angrenzenden Teutoburger Wald erhebliche Schäden verursacht und die Feuerwehr war bis spät in den Montag Morgen damit beschäftigt, den Brand zu löschen.

 

Die Polizei geht aufgrund des Brandbeschleunigers von dem selben Brandstifter aus, der seit Monaten die verschiedensten Brände gelegt hat. Ein Muster sei noch nicht zu erkennen, teilte ein Sprecher der Polizei mit, jedoch sei die Sonderkommission "Feuerteufel", die inspektionsübergreifend über die Städte und Kreise Bielefeld, Herford, Münster und Osnabrück zusammen arbeitet, auf mittlerweile 12 Beamte aufgestockt worden. Nähere Auskünfte zu dem Stand der Ermittlungen wurden nicht gegeben.
  


 

Ein Brief an die Domäne

09.11.2003

 

An die Mitglieder der Domäne Teutoburg!

Der Rat der Primogene hat nach Absprache mit der Prinzregentin Frau Wolff beschlossen, dass Sie sich am 22.11.2003 zu einem Taktik- und Kampftraining einzufinden haben. Die Örtlichkeit für das Treffen wird noch bekannt gegeben.

Der Rat der Primogene.

Carl Friedrich Liebig
Barbara Hopster
Christian Schneider
Alexander Weiding
Madeleine von Groneberg

 


 

Ein Brief an die Domäne

Herford, 18.11.2003

 

An die Kainiten der Domäne Teutoburg,

wie ich soeben erfuhr, hat der Setit Maxwell mit seiner Brut die Domäne Weser-Allermarsch überrannt!

Genaues ist mir noch nicht bekannt. Wer überlebt hat und wer gefallen ist und wo die Überlebenden stecken.

Dennoch sollten Sie erhöhte Aufmerksamkeit walten lassen.
Aber dabei darf niemand unser vorrangigstes Ziel, nämlich den Brandstifter, aus den Augen verlieren.

Barbara Hopster
Ancilla des Clans Gangrel
Primogen der Domäne Teutoburg
 


 

Tageszeitungen 29.11.2003

GEFASSTER BRANDSTIFTER ENTFÜHRT?


Wie erst jetzt bekannt wurde, gelang der Herforder Polizei im Fall einer seit dem Sommer andauernden Brandstiftungsserie der Durchbruch. Die Beamten konnten den Täter am Mittwoch morgen festnehmen, der sofort ein vollständiges Geständnis abgab.


Noch Mittwochnacht allerdings verschwand der Brandstifter schon wieder aus dem Gefängnis. Ein unbekannter Mann betrat das Polizeirevier und legte Papiere vor, die ihn als Mitarbeiter der Interpol auswiesen. Er nahm den Gefangenen in Handschellen mit. "Die Papiere schienen absolut echt", so der in jener Nacht zuständige Beamte, "deshalb übergaben wir ihm den angeblich europaweit gesuchten Täter, der sogar mit dem organisierten Verbrechen zu tun haben sollte."


Inzwischen stellte sich dieser Unbekannte jedoch als Betrüger heraus. Denn niemand bei Interpol hatte je von diesem doch eher lokalen Fall gehört. Doch der Entführer hat nicht nur den Gefangenen befreit. Mit derselben Geschichte gelang es ihm ebenfalls, sämtliche Unterlagen von dem Verhör zu erhalten.


Ein Motiv für die Entführung des Brandstifter ist bisher nicht bekannt. Wahrscheinlich handelte es sich um einen Freund des Gefangenen, der ihn auf diese Weise aus dem Gefängnis holen wollte.

Laut den Aufzeichnungen im Polizeirevier handelte es sich bei dem angeblichen Inspektor Clochard um einen jungen Mann Anfang bis Mitte 20, ca. 1,80 m mit blondem, sehr kurzen Haar und französischem Akzent. Der Entführer trug blaue Armeekleidung und ein Barrett. Er fuhr einen schwarzen Van mit verdunkelten Scheiben, dessen Nummernschilder sich inzwischen als gestohlen herausgestellt haben.


Der entführte Brandstifter ist Mitte bis Ende 20, ebenfalls ca. 1,80 m, hat blonde Haare und trug eine blaue Jeanshose, sowie einen schwarzen Pullover.


Beide sind Brillenträger.

Die Polizei bittet Zeugen, die in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gegen halb 12 den Entführer und den Brandstifter gesehen haben, sich unter 05221/xxxxxxx zu melden. Sachdienliche Hinweise nimmt außerdem jede andere Polizeidienststelle entgegen.
 


 

Tageszeitungen, 1.12.2003

 

MASSENSCHLÄGEREI AUF WEIHNACHTSMARKT FORDERT EINEN TOTEN

Auf dem Schweichelner Weihnachtsmarkt kam es am gestrigen frühen Abend zu einer ausufernden Massenschlägerei. Laut Zeugenaussagen provozierten sich zwei anscheinend verfeindete Gruppen so lange, bis es zu einer Schlägerei kam, in die auch andere Besucher des Weihnachtsmarktes mit hinein gezogen wurden. Die Polizei geht von bis zu 40 Beteiligten aus, wobei sich die Zeugenaussagen der Anwesenden dabei stark unterscheiden. Ein Rätsel gibt den Beamten ein noch unbekannter Toter auf, der - den Spuren nach zu urteilen - von einem Kampfhund angefallen und zerfleischt wurde.


Allerdings kann sich niemand der Zeugen an einen solchen Hund erinnern. Auch die Verursacher der Schlägerei konnten nach Polizeiangaben weder festgenommen noch identifiziert werden. Die Polizei bittet alle Personen, die Angaben zu diesem Vorfall machen können, sich unter 05221/XYZ zu melden.

 


 

Tageszeitungen, 16.12.2003

 

TOTER WOLF GEFUNDEN - BIOLOGEN STEHEN VOR EINEM RÄTSEL

Osterkappeln. Am gestrigen Montag fanden Spaziergänger am Rande des Wiehengebirges einen toten Wolf. Wie die zuständige biologische Station mitteilte, handelte es sich nicht um einen Ausreißer aus einem Tierpark oder Zoo, da alle diese Tiere gekennzeichnet wären. Wie der Wolf, der anscheinend von einem größeren Tier - vermutlich einem Kampfhund oder einem Artgenossen - regelrecht zerfleischt wurde, in den Wald kam, ist noch ungeklärt.

 

Die nächsten wilden Wolfsvorkommen befinden sich in Mecklenburg-Vorpommern. Entweder stamme der Wolf aus einem nicht genehmigten Privatbesitz oder er gehört zu dem in Mecklenburg-Vorpommern ansässigen Rudel, so Udo Busse, Leiter der biologischen Station. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht in keinem Fall, da der an dem Wolf durchgeführte Tollwut-Schnelltest negativ ausgefallen ist und Wölfe im allgemeinen als scheu und für den Menschen ungefährlich gelten. Die Polizei und das Ordnungsamt weisen in diesem Zusammenhang noch mal auf die Anleinpflicht für Hunde hin, damit sich ein solcher Fall nicht noch einmal wiederholen kann.

 


 

"Diese Texte sind Fiktion. Alle Personen und Gegenstände sind nicht real. Sie basieren auf dem Rollenspiel Vampire: Die Maskerade."

 

 

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