"Diese Texte sind Fiktion. Alle Personen und Gegenstände sind nicht real. Sie basieren auf dem Rollenspiel Vampire: Die Maskerade."

 


 

Tageszeitungen vom 12.01.2001

 

Bielefeld. Heute morgen wurde die Leiche des 33 jährigen Peter S. in seiner Wohnung gefunden. Allem Anschein nach wurde er dort überwältigt und erschlagen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um das rituelle Opfer einer Sekte handelt, da die Leiche in einem so genannten "satanischen Pentagramm"  lag. Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung.

 


 

Tageszeitungen vom 15.01.2001

 

Bielefeld. Wieder wurde eine Leiche in einem Pentagramm mit aufgetrennten Pulsadern in ihrer Wohnung gefunden. Dabei handelt es sich um die 24-Jährige Maria K. Der Täter ging in der gleichen Weise wie bei dem Toten von letzter Woche vor. Allem Anschein nach, treibt ein neuer Serienkiller in Bielefeld sein Unwesen, oder ist es der sogenannte Freitagsmörder? Gemeinsamkeiten mit dem Freitagsmörder gibt es keine, nur dass sich beide Täter anscheinend auf die Bibel konzentrieren, da bei den letzen beiden Fällen Bibelsprüche hinterlassen wurden. Warum diese Personen jedoch sterben mussten ist noch immer unklar. Die Polizei hat eine Belohnung von DM 5.000,- ausgesetzt.

 


 

Tageszeitungen vom 17.01.2001

 

Halle. Gestern Abend machte der Küster der Haller Kirche, Alexander Kaufmann, eine grausige Entdeckung. Auf dem Altar fand er die Leiche des 27 Jährigen Heinz K. aus der Gemeinde. Die Polizei machte bisher keine Angaben zu dem Tathergang und der Todesursache. Der Küster wurde mit einem schweren Schock ins Krankenhaus gebracht.

 


 

Nachrichten vom 18.01.2001

 

Bielefeld. Aufgrund der bestialischen Morde in der Region Bielefeld, Osnabrück, Münster, hat sich das BKA in die laufenden Ermittlungen eingeschaltet und neben der Sonderkommission der Polizei eine weitere Sondertruppe gebildet. Beide Ermittlergruppen werden allerdings Hand in Hand zusammen arbeiten.

 

Seit Mitte November 2000 sind in der angegebenen Region mehr als acht Gewaltverbrechen geschehen. Die Beamten gehen davon aus, das die Morde von einer Sekte oder einer sektenähnlichen Gruppierung ausgehen. Ein BKA-Psychologe sagte das es sich bei zwei der acht Morde möglicherweise auch um einen Trittbrettfahrer handeln könnte. Heute morgen hat die Polizei und das Land NRW noch einmal die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise gebeten und die Belohnung auf insgesamt DM 35.000,- erhöht.

 


 

Tageszeitungen vom 18.01.2001

 

Bielefeld. Das dritte Opfer des Pulsaderschnitters wurde in den frühen Morgenstunden gefunden. Diesmal handelt es sich um den 43-Jährigen Helmut K. Er wurde in seinem Auto auf einem Parkplatz außerhalb von Bielefeld gefunden. In seinem Blut wurde ein hoher Alkoholwert festgestellt. Der Täter hat ihn anschließend mit mehreren Messerstichen erstochen und ihm dann die Pulsadern aufgeschnitten. Wieder befand sich ein Pentagramm - dieses Mal aus Salz - am Tatort, das um das Auto gestreut wurde. Die Polizei tappt im Dunkeln. Es wurde eine Belohnung von DM 10.000,- ausgelobt.

 


 

Boulevardzeitungen vom 19.01.2001

 

BIELEFELD HAT EINEN NEUEN SERIENKILLER: DER PULSADERSCHNITTER!

 

Etwa einen Monat nach den blutigen Ritualmorden des Freitagskillers, erschüttert ein neuer Serienkiller die  westfälische Stadt Bielefeld. Aus gut informierten Kreisen wurde mitgeteilt, dass bei den Leichen Bibelsprüche gefunden wurden, ebenso Teufelssymbole. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine Sekte handelt. Sie hat eine Belohnung von 35.000 DM ausgesetzt.

 


 

Tageszeitungen vom 22.01.2001

 

Bielefeld. Das vierte Opfer des Pulsaderschnitters wurde am Wochenende gefunden. Es handelt sich dabei um die 21-Jährige Anna L. Wieder wurde das Opfer in ihrer Wohnung überwältig und auf grausame Art getötet. Die Sonderabteilung des BKA, welche in den Fällen ermittelt, tappt offenbar weiterhin im Dunkeln. In einer Pressekonferenz heute morgen, bat der Sprecher um dringende sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung.

 


 

Tageszeitungen vom 23.01.2001

 

Am gestrigen Morgen machte Pastor Frank Hochburg einen grausigen Fund in der Waldkirche Bruchmühlen. Auf dem Altar lag die Leiche einer 23 Jahre alte Frau. Der Pfarrer musste mit einem schweren Schock ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei machte noch keine Angaben zu dem Opfer oder dem Tathergang.

 


 

doppelseitiger Sonderbericht der taz, Freitag, 4. Mai 2001

 

"DAS IST EIN WEITES FELD"

EIN MITGLIED DER BERLINER KAMARILLA PACKT AUS

 

(unfried) Der Duden bezeichnet die "Kamarilla" als eine "einflussreiche, intrigierende Gruppe in der Umgebung einer Regierung". Meyers Lexikon präzisiert die Kamarilla als "eine Hof- bzw. Günstlingspartei, die ohne verfassungsmäßige Befugnis oder Verantwortung unkontrollierbaren Einfluss auf einen Herrscher ausübt."

 

Historisch betrachtet ist die "Berliner Kamarilla" ein alter Hut. Schon Karl Marx griff diese Gruppierung in mehreren Zeitungsartikeln heftig an (siehe Infobox 1, unten) - damals noch im Zusammenhang mit der Berliner Gegenrevolution.  Und auch die "New-York Daily Tribune" Nr. 5465 vom 27. Oktober 1858 weiß Interessantes über die Berliner Kamarilla am Hofe des Preußischen Prinzen zu berichten (siehe Infobox 2, unten).

 

Zuletzt unter dem Begriff der Berliner Kamarilla in das Licht der Öffentlichkeit getreten - und in diesem Falle bezeichnenderweise durch einen Publizisten, der wenig später gewaltsam zu Tode kam - ist die lichtscheue "intrigierende Gruppe" 1908,  als die vom Publizisten Maximilian Harden ausgelöste Eulenburg-Affäre vom Kanzler öffentlich heruntergespielt werden musste. Harden hatte behauptet - wie man heute weiß, völlig zu Recht - dass ein kleiner Kreis einer Berliner "Kamarilla" direkten Einfluß auf den Kaiser und dessen Politik nehmen würde - und dies in der Form einer schon professionell organisierten "Nebenregierung".

 

Und 89 Jahre später warnt ein amerikanischer Journalist - Matthew D. Rose - in seinem Buch "Berlin - Hauptstadt von Filz und Korruption" eindringlich vor einem komplexen Beziehungs- und Korruptionsgeflecht, das sich im Schatten der Mauer in Westberlin in Form einer Kamarilla gebildet habe - und nimmt damit die jüngsten Enthüllungen um die  Verquickung politischer Interessen des CDU-Fraktionsvorsitzenden im Berliner Abgeordnetenhaus, Klaus Landowsky, mit seinem Job als Banker , und damit den eigentlichen  Auslöser der Berliner CDU-Spendenaffäre vorweg (vgl. Infobox 3, unten). Rose beschreibt  in seinem Buch Berlin zu Zeiten der Mauer nicht - wie damals üblich - als 'Insel der Demokratie', sondern vergleicht die Hauptstadt treffend mit einer anderen Insel: Sizilien. In der Stadt - so Rose - gedeihen Korruption und Klientelwirtschaft. Politiker und Manager sichern sich ihre Pfründen, zur Kasse gebeten werden die Steuerzahler.

 

Die gleichen Steuerzahler, freilich, die sich von den "kamarillaeigenen Medien" des Hauses Axel Springer und natürlich dem damals neuen CDU-Sender "Hundert,6" informieren und vor der Gefahr der Linken verschrecken lassen.

 

Das System der "Berliner Kamarilla" hat es also offenbar nicht nur irgendwann einmal gegeben, es existiert noch immer - wenngleich es derzeit wohl zunehmend Schlagseite bekommt. Vielleicht sind interne Konflikte der Kamarilla der Auslöser dafür, dass die perfekte Abschirmung der Berliner vor ihrer "Nebenregierung" in jüngerer Vergangenheit Lücken bekommen hat.

 

Mit Sicherheit aber bescherten uns diese internen Streitigkeiten der Kamarilla jüngst gleich eine ganze Reihe von Dokumenten und Unterlagen, die der vormals nur als wirr zu bezeichnenden Idee zweier BZ-Reporter, es existiere eine Art preußisch-monarchischer Geheimbund, neuen, festeren Boden geben.

 

So ist es der taz gelungen, einen Insider aus Kamarillakreisen zu kontaktieren, der unter der Zusage der absoluten Anonymität auch zu einem Interview bereit war (siehe Infobox 4, ganz unten). Das vollständige Transkript des Interviews wurde mitsamt den übergebenen Unterlagen mittlerweile auf Wunsch des Insiders, der sich selbst als "Autarki bezeichnet, der tut, wozu die Kamarilla selbst nicht in der Lage ist", an Vertreter des Verfassungsschutzes übergeben - übrigens an Vertreter von außerhalb Berlins.

 

Nach den uns überstellten Dokumenten sowie dem Interview zeichnet sich ein Szenario, das geradewegs aus den "X-Akten" zu kommen scheint. Danach ist im Zuge der Abdankung des preußischen Prinzen und der späteren Begründung der Weimarer Republik eine vormals rein informelle "Kamarilla" - eben die von Marx angegriffene - zu einer professionell organisierten Geheimstruktur umgebildet worden.

 

Berlin und Preußen - so die Zielsetzung der "Berliner Kamarilla" - galt es vor der Demokratie zu retten, und alte, tradierte Verbindungen - etwa zur Wiener Kamarilla - zu pflegen. Finanziert und protektioniert wurde die Gruppierung anfangs natürlich von der Familie derer zu Hohenzollern, während sich die Gruppe dank ihrer guten Verbindungen natürlich im Laufe der Zeit selbst ein sehr ansehnliches Vermögen erschloss.

 

Kamarillageld war immer "rechtes" Geld. Parteispenden, die eigentlich für die NsdAP bestimmt waren, wurden der Kamarilla ebenso zugeführt wie Spenden der Industrie und der deutschen Bankenkartelle.Und auch die von der Kamarilla für ihre grundsätzlich dienstäglichen Treffen verwendeten Räumlichkeiten befanden sich durchweg in altem monarchischen Besitz - auch viele Jahre, nachdem die Monarchie im Rest von Deutschland zu Grabe getragen worden war.

 

Schon die wenigen uns zugänglich gemachten Namen der Unterstützer liest sich wie ein "Who is Who" des preußischen Adels. Den uns zugänglich gemachten Unterlagen sind überdies über 23 Immobilienobjekte zu entnehmen, die unmittelbar mit der "Berliner Kamarilla" verbunden sind, und umfassen sowohl zahlreiche der ins Gerede gekommenen durch die Berlin Hyp geförderten Bürogebäude als auch Privatwohnungen, Mietobjekte, Hotels und Restaurants.

 

Auch die von den beiden BZ-Reportern vermuteten Verbindungen der Camarilla zu ihrer eigenen Zeitung konnten bestätigt werden - wie uns die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde basierend auf den an sie weitergeleiteten Unterlagen mittlerweile Klage gegen 12 Mitarbeiter des Hauses Axel Springer erhoben. Zu Festnahmen kam es bisher allerdings nicht - offenbar wurden besagte Mitarbeiter über die anstehende Verhaftung im Vorfeld informiert. Nicht wirklich überraschend.

 

Der Arm der Berliner Kamarilla reicht weit - wenngleich auch offenbar längst nicht so weit, wie die beiden niedergerschossenen Kollegen der BZ vermuteten. Die Zeiten haben sich geändert, und archaisches Festhalten an monarchischen Idealen hat in unserer heutigen Gesellschaft keinen Platz mehr. Lediglich rund 16 Personen sollen heute noch zum aktiven Bestand der Kamarilla gehören - wieviele mehr allerdings auf den Gehaltslisten der Kamarilla stehen, bleibt zu ergründen.

 

 

Infobox 1:

Auszug aus einem Artikel von Karl Marx für die Rheinzeitung, 1848

 

 "Die letzten Vorfälle in Berlin erinnern an die ebenfalls von der Kamarilla hervorgerufenen Wiener Streitigkeiten zwischen Bürgerwehr und Volk am 23. August 1848. (...) Der Krieg der Wiener Kamarilla mit dem Reichstag war gleichzeitig der Krieg des slawischen Reichstags mit dem deutschen Reichstag. In der Berliner Versammlung dagegen machen nicht die Slawen Szission, sondern nur die Sklaven, und Sklaven, Sklaven sind keine Partei, sie sind höchstens der Troß einer Partei. Die ausgetretene Berliner Rechte bringt keine Macht in das feindliche Lager, sie steckt es mit einer tödlichen Schwäche an, mit dem - Verrat. In Östreich hat die slawische Partei gesiegt mit der Kamarilla; sie wird jetzt kämpfen mit der Kamarilla um die Siegesbeute. Siegt die Berliner Kamarilla, so hat sie den Sieg nicht zu teilen mit der Rechten und geltend zu machen gegen die Rechte; sie wird ihr ein Trinkgeld geben und - Fußtritte. Die preußische Krone ist in ihrem Rechte, indem sie der Versammlung als absolute Krone gegenübertritt. Aber die Versammlung ist im Unrechte, weil sie der Krone nicht gegenübertritt als absolute Versammlung. Vor allem mußte sie die Minister als Hochverräter verhaften lassen, als Hochverräter gegen die Volkssouveränetät. Sie mußte jeden Beamten, der andern Befehlen als ihren Befehlen gehorcht, in die Acht erklären, für vogelfrei."

 

 

Infobox 2:

Nachdruck eines Artikels der New York Times aus dem Jahr 1858:

 

Nach hartem Kampf ist die preußische Palastrevolution schließlich zu einem fait accompli <einer vollendeten Tatsache> geworden. Aus einem bloßen Stellvertreter und Bevollmächtigten des Königs ist der Prinz von Preußen in den Staatsregenten verwandelt worden. Der Widerwille, mit dem die Königin und die Kamarilla nachgaben, trat sogar in der Schlußszene des dynastischen Dramas in Erscheinung. Herr von Westphalen, der Innenminister und ihr offizieller Vertreter, lehnte die Unterzeichnung des Erlasses ab, kraft dessen der König die königliche Macht auf seinen Bruder überträgt, legte sein Amt nieder und mußte durch Herrn von Flottwell ersetzt werden. Andererseits hat der König nicht bedingungslos abgedankt, sondern, nach den Worten des Erlasses, "...solange, bis Ich die Pflichten Meines königlichen Amtes wiederum Selbst werde erfüllen können", und mit dem Vorbehalt: "Von den Angelegenheiten Meines Königlichen Hauses behalte Ich diejenigen, welche Meine Person betreffen, Meiner eigenen Verfügung vor." Durch die eine Klausel wird die Macht des Regenten provisorisch und durch die andere hält die Königin weiterhin die Hand auf der königlichen Geldbörse.

 

Die bedingte Form der Übergabe beweist, daß die Kamarilla, obwohl gezwungen, die Festung zu räumen, entschlossen ist, den Kampf nicht aufzugeben. Es ist in der Tat ein offenes Geheimnis, daß die eigenen Ärzte des Königs nach dem Schlaganfall, den er in der vergangenen Woche erlitten, ihren Zweifel geäußert haben, ob er selbst unter den günstigsten Umständen noch ein Jahr leben werde. Diese Erklärung hat wesentlich zu Herrn von Manteuffels Entschluß beigetragen, einen Frontwechsel vorzunehmen und die Flagge des Prinzen von Preußen zu hissen. Da er über eine flüchtige Kenntnis der neueren Geschichte verfügt, weiß er, daß Mazarins Einfluß Ludwig XIII. überlebte. Er weiß, daß es Perceval trotz der Intrigen und der schlimmen Prophezeiungen der Whig-Stellenjäger gelang, sich beim Regenten (dem nachmaligen Georg IV.) in Gunst zu setzen und sich seinen Posten zu erhalten, obwohl er als blindes Werkzeug der Kamarilla, die unter dem Namen der Freunde des Königs bekannt war und von der Königin und dem Herzog von York angeführt wurde, den Kronprinzen schwer beleidigt hatte.

 

Dieser Abfall Manteuffels zwang die Kamarilla und die hinter ihr stehende Junkerpartei, zum Rückzug zu blasen. Sonst wäre dem Prinzen von Preußen nichts weiter übriggeblieben, als entweder nur die entlehnte Maske der Königswürde zu tragen oder das Volk zum Eingreifen aufzufordern, wobei letzterer Schritt sowohl mit seinen eigenen Prinzipien als auch mit den Traditionen der Hohenzollerndynastie unvereinbar gewesen wäre. Manteuffels Wandlungsfähigkeit erlöste ihn aus diesem betrüblichen Dilemma. Ob er sich dem Überläufer dankbar erweisen wird, bleibt abzuwarten. Gerade die Tatsache, daß Manteuffels Name unauslöschlich mit der Niederlage der Märzrevolution verbunden ist, daß er der verantwortliche Redakteur des preußischen coup d'état war und daß sein Ministerium daher ein lebendiger und kontinuierlicher Protest gegen eine "Usurpation" durch das Volk ist, mag den Prinzen davon abhalten, sich trotz seiner persönlichen Abneigung sofort und ostentativ von diesem "Mann der rettenden Tat" zu trennen.

 

Der Gegensatz zwischen dem Prinzen und dem König trägt die gewöhnliche Hausmarke der Hohenzollemfamilie. Dem Komödianten, der mehr oder weniger verschwenderisch, mehr oder weniger von byzantinischen religiösen Vorstellungen durchdrungen ist, der mehr oder weniger mit der mittelalterlichen Romantik kokettiert, folgt immer die grämliche Mischung von Feldwebel, Bürokrat und Schulmeister. Solcherart ist der Gegensatz zwischen Friedrich I. und seinem Sohn Friedrich Wilhelm I., zwischen Friedrich Wilhelm II. und Friedrich Wilhelm III., zwischen den schwächlichen Überspanntheiten Friedrich Wilhelms IV. und der nüchternen Mittelmäßigkeit des jetzigen Regenten.

 

Es wird ziemlich allgemein erwartet, und die britische Presse verbreitet diese Meinung eifrig, daß der Machtantritt des Regenten sofort zu einer Wende in der preußischen Außenpolitik führen, sie von der russischen Vorherrschaft befreien und sie England näherbringen werde. Nun ist es denkbar, daß der Prinzregent persönlich mit ähnlichen Ideen spielt. Die beleidigende Art, mit der Nikolaus den Grafen von Brandenburg, den preußischen Bevollmächtigten und nahen Verwandten des königlichen Hauses, auf dem Warschauer Kongreß behandelte - eine Beleidigung, die Brandenburg in den Selbstmord getrieben -, ist dem Gedächtnis des Prinzen niemals entschwunden. Der Stachel der persönlichen Beleidigung wurde um so bitterer empfunden, als Nikolaus Preußen gleichzeitig zwang, und überdies sehr unzeremoniell, den Ansprüchen Österreichs nachzugeben, mitanzusehen, daß eine österreichische Armee nach Hamburg und Schleswig-Holstein marschierte, und sich vor den Augen ganz Europas zu demütigen. Als zu einem späteren Zeitpunkt in England die geheimen und vertraulichen Depeschen des britischen Botschafters in Petersburg veröffentlicht wurden, sah sich der Prinz, durchaus kein Mann von versöhnlichem Temperament, wieder vor den Kopf gestoßen durch die zur Schau getragene Verachtung, mit der der verstorbene Kaiser bei einer Abschätzung der Haltung, welche die europäischen Großmächte im Falle einer Teilung des Türkischen Reiches wahrscheinlich einnehmen würden, sich nicht herabließ, Preußen auch nur zu erwähnen. Es ist bekannt, daß der Prinz von Preußen nach den ersten kriegerischen Schritten bei einer Unterredung in Prag dem diktatorischen Hochmut seines moskowitischen Schwagers mit störrischem Eigensinn begegnete. Im Verlaufe des russischen Krieges verdächtigte die Kamarilla den Prinzen, nach der Seite der westlichen Allianz zu neigen, und unterwarf ihn dementsprechend einem System persönlicher surveillance <Überwachung> und Bespitzelung, das durch Zufall in einem Potsdamer Skandalprozeß aufgedeckt wurde. Der Prinz seinerseits hatte sich dessen vergewissert, daß die Chefs der Kamarilla und Günstlinge des Königs, General von Gerlach und Kabinettsrat <Kabinettsrat: in der "N.-Y. D. T." deutsch> Niehuhr (der Sohn des großen Historikers), als direkte Agenten der Petersburger Regierung handelten, sie genau über alles informierten, was im Kabinett vorging, und von ihr Aufträge erhielten, die sogar in solche Details gingen wie die Aufstellung der verschiedenen corps d'armee im ganzen Königreich. Mit dem Tode von Kaiser Nikolaus verschwanden die Gründe des persönlichen Gegensatzes. Auf der anderen Seite kann man von Alexander II. nicht erwarten, daß er seinem Onkel jenes Gefühl der Furcht einflößen wird, mit dem es Nikolaus nach seiner Ehe mit Friedrich Wilhelms III. ältester Tochter verstand, die Hohenzollerndynastie mitten ins Herz zu treffen. Es ist vielmehr sehr wahrscheinlich, daß die neuen Familienbeziehungen des Regenten zu England einen gewissen Einfluß auf die Richtung seiner Außenpolitik ausüben werden. Jedoch hängt diese wirklich nicht von den persönlichen Neigungen des Prinzen ab, sondern von den Lebensbedingungen des Staates. Wenn Preußen einfach eine deutsche Macht wäre, könnte die Frage sehr einfach entschieden werden; aber Preußen ist nicht nur der Rivale Österreichs, das seinerseits ein Gegner Rußlands ist; das wichtigste  Prinzip der preußischen Monarchie ist der Landraub auf Kosten Deutschlands mit Hilfe Rußlands. Durch das Bündnis Friedrich Wilhelms I. mit Rußland gelang es Preußen, den Schweden Pommern abzunehmen. Durch das Bündnis mit Katharina wiederum war es Friedrich dem Großen möglich, österreichisch-Schlesien zu behalten und wesentliche Teile Polens zu bekommen; dasselbe Manöver wiederholten Friedrich Wilhelm II. und Friedrich Wilhelm III. mit dem gleichen Erfolg. Ebenso erhielt Preußen durch die Protektion Alexanders I. die Rheinprovinz, und es wurde ihm gestattet, sich zugleich auf Kosten Sachsens zu vergrößern. Und gerade auf Rußland muß Preußen sich im Falle einer französischen Invasion stützen. Es ist daher mehr als zweifelhaft, ob die Lebensbedingungen des preußischen Staates es je zulassen werden, daß seine Herrscher sich von der russischen Vorherrschaft befreien, und ob nicht daher die Erwartungen der Öffentlichkeit sowohl in diesem Punkt als auch in den innenpolitischen Fragen enttäuscht werden.

 

 

Infobox 3

Auszug aus der Rede von Petra Pau (PDS) im Berliner Abgeordnetenhaus, März 2001

 

"Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! 1997 erschien bei Knaur ein Buch. Ich empfehle es allen, nicht nur den Mitgliedern des Untersuchungsausschusses, die sich zur jüngsten Spendenaffäre der CDU, diesmal der Berliner, äußern wollen. Der Titel des Buches lautet: "Berlin, Hauptstadt von Filz und Korruption". Dort wird auf 300 Seiten sehr plastisch und übrigens nicht nur für Krimileser durchaus gruselig beschrieben, wie - ich zitiere - "eine Berliner Kamarilla von Funktionären, Parteifreunden und Geschäftsleuten die Hauptstadt mit einem Netz persönlicher Beziehungen überzogen hat". Es ging durchweg um die CDU, wobei der Autor anmerkte, was den Filz betrifft, sei die Berliner SPD keineswegs blütenrein. In einem Punkt allerdings irrte der Autor in seiner Einschätzung mit Gewissheit. Sie erinnern sich vielleicht: Mitte der 80er-Jahre gab es die Berliner  Antes-Affäre. Sie galt als bislang größter politischer Skandal im einstigen West-Berlin. Seither, so schrieb der Autor, habe sich "besonders die CDU als lernfähig gezeigt" und "die direkte Annahme von Umschlägen voller Geldscheine von dankbaren Unternehmern abgeschafft".

 

Heute wissen wir: Selbst dieses Lob war fehl am Platze. Die CDU war nicht lernfähig, offensichtlich auch nicht die Berliner. Es wurden Kuverts gehandelt, Gelder verteilt und es wurde ein Schwarzkonto eingerichtet. Zumindest so viel ist bisher bekannt. Ob es sich nun um 40 000, 45 000 DM oder noch andere regelwidrige Summen handelt, wird sich zeigen. Nach Lage der Dinge ist die zweite Seite des Berliner CDU-Skandals ohnehin umfassender; denn es geht ja nicht nur um Parteispenden. Es geht auch um zweifelhafte Kreditgeschäfte der Berliner Hyp unter CDU-Freunden. Dabei geht es möglicherweise um Milliardenverluste und damit auch um Steuerverluste für das Land Berlin, und das in Zeiten, in denen Schulen darben, Kultureinrichtungen austrocknen und - wie der Kollege Thierse zu Recht meint - der Osten auf der Kippe steht. Das sind keine Peanuts.

 

Auch das wird mit dem Namen Landowsky und mit der Berliner CDU verbunden. Ich empfehle Ihnen, allein die Ereignisse der letzten Woche nachzuvollziehen. Nachdem bis zum Wochenende offenbar wurde, dass auch die Berliner CDU mit dem Parteiengesetz auf Kriegsfuß stand, wurde am Montag zur Krisensitzung geblasen. Danach folgten Pressekonferenzen. Berlins Regierender Bürgermeister, Eberhard Diepgen, bekräftigte "einmütige Solidarität" mit seinem Weggefährten Landowsky. Landowsky räumte zwar Stockfehler ein. Er erklärte sich aber selbstverständlich für "unschuldig". Berlins CDU-Sprecher Kaufmann setzte noch eins drauf: Er pries Landowsky als "lobenswert"; schließlich habe er doch Spenden heimgeholt. Wissen Sie, wonach das alles klingt? - Nach dem, was wir hier seit über einem Jahr hören, nämlich nach "brutalstmöglicher Aufklärung".

 

Landowsky kündigte dann an, er wolle Ende Mai seinen Chefposten räumen - aber nicht etwa den Fraktions-Chefposten. Dass er überhaupt die Doppelrolle "Fraktion und Bank" spielen konnte, ist übrigens ein Ding aus dem Tollhaus Berlin.

 

Aber eine Lex Landowsky der großen CDU-SPD-Koalition macht dies möglich.

 

Nun fragt man sich natürlich: Warum gibt Landowsky den lukrativen Bankjob und nicht den Fraktionsvorsitz auf? Richtig ist sicher, dass die Bank sehr unruhig wurde; sie ist ins Trudeln geraten. Die anhaltenden Negativschlagzeilen über Landowsky sind nun einmal geschäftsschädigend. So weit, so schlecht. Ich frage mich allerdings, wie jemand, der für das Bankgeschäft nicht mehr vertrauenswürdig ist, für das CDU-Politikgeschäft, wie in "einmütiger Solidarität" gesagt wird, in lobenswerter Weise tätig werden kann. Das müssen Sie mir einmal erklären.

 

Zum Schluss möchte ich noch einmal unmittelbar auf die Parteispendenaffäre zu sprechen kommen. Vor Jahresfrist wurden Klaus-Rüdiger Landowsky und Eberhard Diepgen im Berliner Abgeordnetenhaus aus naheliegendem Anlass - Hessen - gefragt, ob auch die Berliner CDU Spendenleichen im Keller habe. Diepgen sagte damals vorsichtig: "Nach meiner Kenntnis nicht." Landowsky sagte seinerzeit forsch: "Ich ziehe kein Jackett an, das mir nicht passt." Nun mehr meint Diepgen, er sei so überrascht, als habe ihn ein Pferd getreten. Landowsky äußert, CDU-Parteisachen seien nicht sein Ding; dafür gebe es zuständige Schatzmeister und Geschäftsführer. Fällt Ihnen eigentlich auf, dass der CDU-Landesvorsitzende Diepgen entweder nichts weiß oder überrascht getreten wird? Fällt Ihnen nicht ferner auf, dass selbst sein Fraktionschef Landowsky Erinnerungslücken hat? Denn in seiner Aufzählung vermeintlich Zuständiger fallen ihm viele ein, nur einer nicht: der Landesvorsitzende der Berliner CDU, der zugleich Regierender Bürgermeister, also sozusagen Ministerpräsident von Berlin ist. Es geht somit nicht um einen mehr oder weniger großen Fehler von Landowsky. Es geht auch nicht allein darum, was Diepgen weniger wusste, als er hätte wissen sollen. Es geht vielmehr darum, dass das System des Filzes, das System Westberlins, nun endlich, wenn auch zehn Jahre verspätet, zu Grabe getragen werden muss.

 

Es hätte schon 1990 im Zuge der Wiedervereinigung auf dem Müllhaufen der Geschichte landen müssen. Wir brauchen eine neue Regierung!

 

(Zuruf von der CDU/CSU: "Es lebe die PDS!")

 

 

Infobox 4:

Interview mit Herrn A.

 

taz: Danke, dass Sie zu diesem Interview bereit waren.

A: Man muss wissen, wenn eine Sache verloren ist.

taz: Wann wurde die Kamarilla gegründet?

A: So genau lässt sich das nicht festmachen. Wie Sie ja schon selbst herausfanden, existiert die Kamarilla als informelle, unstrukturierte Gruppe schon seit den Tagen des Alten Fritz - vermutlich sogar länger. Die Gründung dieser Gruppe in ihrer heutigen Form erfolgte 1911.

taz: Erst 1911?

A: Ja. Die jüngsten Entwicklungen der Lokal- wie der Weltgeschichte hatten eine Straffung der Organisation und eine Bündelung der Interessen zwingend erforderlich gemacht. Übrigens gegen den scharfen Protest vieler Mitglieder. Im Schloss Charlottenburg traten damals die Gründungsmitglieder zusammen - von denen übrigens das Letzte erst vor

wenigen Jahren, ich glaube 1983, starb.

taz: Wer war das?

A: Ein gewisser Herr Loki.

taz: Loki?

A: Ja. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Alliierten die Stadt übernahmen und gründlich mit allem aufräumten, was nach Preuße oder Nazi klang, wurde eine neue Politik der Kamarilla beschlossen. Zum Schutz der Mitglieder wurde nur noch über Tarnidentitäten konferiert; der größte Teil der Unterlagen und Berichte der Kamarilla wurde zwischen 1944 und 1952 vernichtet.

taz: Es sind keine Unterlagen aus der Gründungszeit mehr vorhanden?

A: Nein, keine. Soweit ich weiß, gab es auch prächtige Ölbilder der Versammlungen, und natürlich Urkunden, Degen, Bierhumpen, was schlagende Verbindungen und Logen halt so haben, aber die Panik vor Entdeckung war damals so groß, dass einfach alles zerstört wurde.

taz: Fürchtete man die Nürnberger Prozesse?

A: Natürlich. Kamarillageld war Nazigeld.

taz: Obgleich die Nazionalsozialisten ja nun alles andere als Monarchen waren?

A: Nicht wirklich. Auch in der Kamarilla gab es ja diesen Wertewandel. Trotzdem die alten Ideale von Preußens Glanz und Gloria und der Treue zum Prinzen noch immer rituell gefeiert wurden, stand doch bald einfache Geldmache im Vordergrund. Es ging um Kontrolle, Kontrolle Preußens, vor allem Berlins. Und dafür war jede Gruppierung recht - gerade dann, wenn sie zentralistisch strukturiert war, und somit leicht zu beeinflussen.

taz: Sie erwähnten gerade Riten. Was für Riten waren denn das?

A: Nun, abgesehen natürlich von umfangreichen Initiationsriten mit allem Brimbamborium gab es zum Beispiel zum Eröffnen und zum Beschließen jedes Treffens einen Bluteid auf den preußischen Prinzen. Dazu gab jeder etwas Blut in einen Weinkelch, und der ging dann rum und wurde geleert. Und man sang Preußenlieder, "Preußisch Blut, Preußens Erde" und so. Halt ein regelrechter Vasalleneid gegenüber dem Prinzen.

taz: Und der Prinz war Friedrich II.?

A: Nein. Der Prinz zu Preußisch Berlin war in dem Sinne keine Person, sondern eine Idee. Er war ebensosehr jeder preußische König - natürlich besonders Friedrich II. - wie vor allem halt der zukünftige Prinz Preußens, denn das war ja der ursprüngliche Zweck des Ganzen.

taz: Die Re-Etablierung der Monarchie?

A: Und die Herrschaft der Zollern, ja.

taz: In welcher Verbindung steht die Berliner Kamarilla heute zur Berliner Politik?

A: Oh, das ist ein weites Feld. Und sehen Sie mal: Ich weiß da ja auch nicht alles. Weil ich ja auch nicht weiß, wer direkt dazugehört. Das ist alles eine schlagende Verbindung, viele kennen sich auch aus dem Studium. Aber wo jetzt die "alte Garde" der Gründungsmitglieder verstorben ist und immer mehr die Geldscheffler Einzug gehalten haben in der Kamarilla, da zerfällt das alles immer mehr. Geht ja auch vieles nicht mehr so einfach wie früher. Es gibt immer mehr Löcher - sehen Se mich an (lacht). Neenee, das geht alles den Bach runter, und deshalb red ich ja auch mit Ihnen.

taz: Wer tötete die Reporter?

A: Ach, das war was anderes. Das ist wirklich dumm gelaufen. Sehen Sie, die Russen und die Terroristen, von der dann auch die Medien schrieben, das war wirklich so.

taz: Das sollen wir glauben?

A: Also, es gab natürlich schon eine Verbindung, und zwar, weil diese Terroristen was vorbereiteten gegen einen aus dem inneren Zirkel der Kamarilla. Und deshalb hatten die Reporter den Auftrag bekommen - über den Kamarillamann bei der BZ, den ich Ihnen nannte - da nachzuhaken. Damit die Sache mit dem Anschlag auffliegt. Damit die das lassen. Und verhaftet werden.

taz: Warum hat die Kamarilla die Terroristen nicht einfach so verhaften lassen?

A: Mann, wo leben Sie denn? Wir sind doch nicht mehr ´38, wo man einfach jemanden wegsperren kann. Und auf die Polizei hat die Kamarilla ohnehin nur wenig Einfluss. Einzelne Bestochene, klar, aber sowas geht doch viel zu weit, das geht doch nicht.

taz: Also sollten die beiden BZ Reporter etwas entdecken. Und entdeckten zu viel?

A: Sozusagen. Die hatten halt schon etwas gehört über die Kamarilla, und dann durch die Nachforschungen fügte sich das für die zu einem Bild zusammen-  naja, und dann sind die halt voll zwischen die Fronten gelaufen, zwischen die Russkis und die RAFler.

taz: Und wurden erschossen.

A: Von dem Waffenschieber, ja.

taz: Und wie geht es jetzt weiter?

A: Naja, auf Seiten der Russkis wird das alles im Sand verlaufen - kennt man ja. Da kann die Polizei nix machen, die haben nichts in der Hand, da könnt ihr Pressejungs noch einige Leute nach Kreuzberg reinschicken, oder in den Prenzlberg, und wenn die was finden dann machen die Russkis kurzen Prozess.

taz: Die Russen? Nicht die Kamarilla?

A: Ach iwo denn. Die Kamarilla kauft Leute, die erschiesst niemanden mehr. Da geht denen doch die Muffe. Das könnte ja echt Ärger geben. Das sind Finanzleute, Spekulanten. Keine Killer.

taz: Was wird jetzt aus der Kamarilla?

A: Na, was wohl. Die werden jetzt wieder fleißig Unterlagen vernichten.

Ein paar Köpfe werden rollen, aber bestimmt nicht die wichtigen. Das ist ja die Sache mit dem Filz, es kann doch immer nur einzelne erwischen. Ich möchte wetten, dass auch von den Unterlagen, die ich Ihnen gegeben habe, ein paar als Fälschungen nachher rauskommen - die haben mir auch nicht alles gesagt, bin ja erst recht neu dabei, 3 Jahre, was ist das schon? Die Spuren werden zu anderen führen, und spätestens bei den Parteien oder in der rechten Szene hört das dann auf.

taz: Herr A., wir danken für das Gespräch. 

 


 

Tageszeitungen vom 11.05.2001

 

Bielefeld. Am gestrigen Morgen machten Passanten auf dem Kesselbrink eine grausame Entdeckung. Sie fanden die Leiche eines etwa 30-jährigen Mannes aufrecht stehend in der Mitte des Platzes. Er trug eine schwarze Kutte und sein vor Schreck erstarrtes Gesicht lag auf den erhobenen Händen. Seine Kopf wurde nach dem Tod kahlgeschoren. Die Polizei geht davon aus, dass es sich  bei dieser Tat um die makabere Nachahmung des Bildes "Der Schrei" von Edward Munch handelt. Weitere Angaben wurden von der Polizei nicht gemacht. Der Zeuge, der die Leiche entdeckte, erlitt einen Schock und befindet sich in psychiatrischer Betreuung.

 


 

Westfalenblatt, Montag, 14.05.2001

 

Bielefeld. Am Donnerstag letzter Woche machten Passanten im Gadderbaumer Park am Kerchbach einen grausamen Fund. Zwei stark skelettierte Leichen lagen, halb von Büschen verdeckt, auf der Rasenfläche. Wie die Polizei jetzt bekannt gab, wurden sie wahrscheinlich von einem noch unbekannten Friedhof entwendet und im Park deponiert. Die Täter machten sich offensichtlich einen Spaß daraus, den Leichen nicht nur moderne Kleidung anzuziehen, sondern auch noch aktuelle Ausweise zu hinterlassen.

 

Warum an Kleidung und Ausweisen Blut klebte ist ein Rätsel. Laut Obduktionsbericht stimmen sogar die Risse in der Kleidung mit der ursprünglichen Todesursache der Leichen überein. Offenbar wurde eine der Leichen einst mit einem spitzen Holzgegenstand erstochen. Die Polizei geht davon aus, dass es noch weitere unentdeckte Opfer gibt.

 

Der Polizeisprecher teilte uns mit, dass die Spuren bisher ins Leere führen würden. Zeugen, die zur Aufklärung dieses sehr seltsamen Verbrechens beitragen können, werden gebeten, sich bei der zuständigen Polizeidienststelle zu melden.

 


 

Tageszeitungen vom 16.05.2001

 

Bielefeld. Gibt es in Bielefeld einen neuen Serienkiller? Nachdem die Stadt in den letzten Monaten bereits von drei Mördern heimgesucht wurde, scheint es nun einen weiteren zu geben. Am gestrigen Morgen wurden im Park Heeper Fichten nahe des Finkenbachs zwei Leichen entdeckt. Sie saßen engumschlungen auf einer Parkbank. Es handelt sich bei den beiden Toten um Maria und Jan F., die bereits vor einer Woche als vermisst gemeldet wurden. Sie wurden nach Angaben des Polizeisprechers wie die Skulptur „Der Kuss“ von Rodin drapiert. Bei der Frauenleiche wurden am Hals zwei Einstichspuren gefunden und bei der Obduktion stellte sich heraus, dass sie stark anämisch war. Wie in diesem Zusammenhang mitgeteilt wurde, trug die Leiche des vor einer Woche gefundenen Thomas H. auch diese Einstiche am Hals; allerdings war hier von einem Blutverlust nichts zu bemerken. Die Polizei bittet um Mithilfe aus der Bevölkerung. Es wurde eine Belohnung von 2.000 DM ausgesetzt.

 


 

Tageszeitungen vom 25.05.2001

 

Bielefeld. In der Nacht auf Donnerstag wurde in der Bielefelder Innenstadt ein weiteres Opfer des Serienmörders gefunden. Wie die Polizei mitteilte, handelte es sich um den 22-jährigen Markus H. aus Herford. Er wurde in der Pose des David von Michelangelo in Bielefeld an der Kreuzung B61, Herforder Straße, und Karolinenstraße stehend gefunden. Seine Haut war mit einer nicht näher bekannten Substanz weiß-grau gefärbt, so dass es den Anschein hatte, er bestehe aus Stein.


"Die Bevölkerung ist schon so sehr sensibilisiert, dass niemand mehr an einen makabren Scherz dachte, als die Leiche entdeckt wurde“, gab der Sprecher des mittlerweile eingeschalteten LKA Markus Schuster an. "Wir ermitteln in alle Richtungen, aber eine heiße Spur gibt es bislang noch nicht." Wie die Leiche dort hingekommen ist, ist noch nicht bekannt, die Polizei bittet um Mithilfe aus der Bevölkerung.

 


 

Bild Hamburg 28.05.2001

 

FEUERTEUFEL IN HAMBURG - DREI GROßBRÄNDE IN DER CITY

 

In der Nacht vom 25. auf den 26. Mai brachen an mehreren Stellen der Hansestadt Großbrände aus.

 

Gegen halb Zwölf fing lt. Polizeibericht ein Filmprojektor im Kino „Atrium“ Feuer. Das Publikum konnte sich in Sicherheit bringen, ohne dass es zu Verletzten kam.

 

Nur im oberen Stockwerk war einigen Menschen der Fluchtwegversperrt. Sie wurden erst nach Beendigung der Löscharbeiten gefunden. Die Feuerwehr konnte nur noch die sterblichen Überreste von etwa 12 Personen bergen. Laut einem Sprecher der Feuerwehr, waren die Temperaturen so hoch, dass nur noch die Knochen der Opfer gefunden werden konnten.

 

Einige Stunden später, gegen 2 Uhr am Morgen des 26. Mai, warfen einige Unbekannte Brandsätze in die Fensterscheibe eines asiatischen Schnellrestaurants, in der Fuhlsbüttler Straße. Die Inneneinrichtung verbrannte vollständig, Menschen kamen nicht zu Schaden. Man vermutet, dass eine Bande von Schutzgelderpressern für den Anschlag verantwortlich ist. Die Polizei geht verschiedenen Hinweisen nach.

 

Dann um 4 Uhr, an der Peute im Freihafen, lieferten sich einige Personen aus bisher unbekannten Gründen eine Schießerei mit der Polizei. Dabei sind einige Benzinlager in Brand geraten. Die Angreifer konnten dann im Schutze der Flammen entkommen. Die Feuerwehr konnte das Überspringen des Brandes auf andere Lager vermeiden und hatte dadurch das Feuer schnell unter Kontrolle. Bei der Schiesserei wurde kein Polizist verletzt. Nur einer wurde mit einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht, welches er nach kurzer zeit wieder verlassen konnte.

Mehr zu dem Feuergefecht, weiter unten.

(mb)

 

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VERRÜCKTE LIEFERN SICH SCHIEßEREI MIT DER POLIZEI - WAR ES DIE RUSSENMAFIA ODER DIE HELLS ANGELS?

 

Um vier Uhr am Morgen des 26. Mai wurde die Polizei zu einer Schießerei an der Peute gerufen. Dort gerieten die Beamten in ein Feuergefechtzweier rivalisierender Gruppen. Dabei wurde ein Benzinlager angezündet, was den Kampfbeendete..

 

Ein Polizeisprecher: "Wir haben zwei Leichen geborgen, einer war bekleidet mit Motorradkleidung, daher nehmen wir an, das er zu der berüchtigten Motorradgruppe "Hells Angels" gehört. Der andere war laut seinem Pass ein Russe. Die Waffen, die er bei sich trug, gehören zu denen, die von der Russenmafia mit Vorliebebenutzt werden. Wir vermuten, dass es sich um Revierkämpfe innerhalb desorganisierten Verbrechens handelt. Wir gehen momentan verschiedenen Hinweisen nach, um solche Streitigkeiten in Zukunft zu unterbinden. Eine Einheit des BGS wird uns dabei unterstützen, die Herkunft der Waffen zu klären."

 

Die Ermittlungen dauern an und wir werden sie weiter über die Gewaltserie in Hamburg auf dem Laufenden halten. Der Bürgermeister wollte sich bisher nicht äußern, aber die Opposition hält den Zustand der inneren Sicherheit in Hamburg für untragbar. Man ist sich sicher, dass der Bürger dies nicht hinnehmen wird.

(mb)   

 


 

Tageszeitungen vom 30.05.2001

 

Bielefeld. In der gestrigen Nacht entdeckten zwei Jugendliche auf dem Parkplatz eines Großmarktes in Sieker zwei weitere Opfer des Kunstmörders. Die Polizei konnte jedoch nur zu einer der Leichen genauere Angaben machen, da die andere noch nicht identifiziert werden konnte. Es handelt sich hierbei um den 28-jährigen Michael M. aus Bielefeld. Es wird davon ausgegangen, dass es sich bei der zweiten Leiche um seinen Zwillingsbruder Marc handelt, da beide vor 3 Tagen als vermisst gemeldet wurden. Der Täter hat den Körper des ersten Mannes auf den Boden gelegt und dann die Arme und Beine des zweiten an seinen Körper geklebt. Um die beiden Opfer herum wurden ein Kreis und ein Quadrat gezeichnet, so dass die Vermutung nahe liegt, dass es sich um eine grausige Nachbildung des „Uomo universalis“ von Leonarde da Vinci handeln soll.

 

Die Polizei habe immer noch keine heiße Spur, teilte der Sprecher des LKA, Markus Schuster, mit. Mittlerweile wurde eine Belohnung von 5.000 DM für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ausgesetzt.

 


 

Überregionale Tageszeitung vom 30.05.2001 (die mit den vier GROSSEN Buchstaben)

 

Bielefeld. Gestern Nacht wurde die vierte Tat des mittlerweile vierten Serienmörders in Ostwestfalen innerhalb weniger Monate entdeckt. Nach dem Freitagsmörder, dem Altarmörder und dem Pulsaderschnitter geht nun ein Vampir in Bielefeld um. Wie aus gut unterrichteten Quellen zu erfahren war, waren an fast allen Leichen am Hals zwei Einstiche zu erkennen und allen fehlte zumindest ein Teil ihres Blutes, wenn sie nicht sogar völlig blutleer waren.

 

Gibt es tatsächlich so etwas wie Vampire, oder handelt es sich hier um einen weiteren psychopatischen Killer, der die Menschen in Ostwestfalen in Angst und Schrecken versetzt?

 

Die Polizei tappt immer noch im Dunkeln und selbst das eingeschaltete LKA hat noch keine Hinweise auf die Identität des Täters. Dieser tarnt seine eigentliche Vorgehensweise, denn er bildet mit den Opfern berühmte Kunstwerke nach. Er begann mit dem Schrei von Edward Munch, dann folgte der Kuss von Rodin und der David von Michelangelo. Die bisher grausamste Nachbildung war der Uomo universalis von da Vinci, für den gleich zwei Männer ihr Leben lassen mussten. Wie viele Morde müssen noch geschehen, bevor die Polizei den Killer stoppen kann?

 

Hier stellt sich die Polizei erneut ein Armutszeugnis aus, denn von den vorigen drei Serienmördern konnte nur der Altarmörder dingfest gemacht werden. Die anderen beiden haben ihr Werk anscheinend beendet und warten auf eine weitere Chance, ihr Treiben fortzuführen. Doch auch diese eine Festnahme ist nicht der Ermittlungsarbeit der Polizei zu verdanken, denn der Kirchenkiller wurde in einen tödlichen und sehr mysteriösen Autounfall verwickelt. Dezimieren die Killer sich jetzt gegenseitig? Ist es ein und die selbe Person, die nur immer nach neuen Mustern vorgeht und war der Altarmörder ein Trittbrettfahrer? Fragen, auf die die Polizei bis heute keine Antwort weiß, denn auch die ausgelobten Belohnungen, in diesem Fall sind es bis heute 5.000 DM, erbrachten nicht den gewünschten Erfolg.

 


 

Tageszeitungen vom 07.06.2001

 

Bielefeld. Ein weiterer Mord durch den Kunstmörder wurde gestern morgen entdeckt. In Kammeratsheide im Großen Bruch, direkt am Aßbach fanden zwei Jogger auf einem kleinen Sockel aus Kunstharz den Kopf einer bisher nicht identifizierten etwa 25-jährigen Frau. Ebenfalls aus Kunstharz wurde der Kopfschmuck hergestellt, so dass die Büste wohl an die „Nofretete“ erinnern soll. Sogar bei einem der Augen war, wie beim Original, nur das weiße des Augapfels zu sehen.

 

Der Sprecher des LKA, Markus Schuster, bittet verstärkt um Hinweise aus der Bevölkerung. „Es sind in den letzten Wochen über 350 Hinweise eingegangen, eine heiße Spur war jedoch nicht darunter,“ erklärte er auf der Pressekonferenz. Die Belohnung wurde auf 10.000 DM erhöht.

 


 

Überregionale Tageszeitungen vom 07.06.2001 (die mit den vier GROSSEN Buchstaben)

 

DER VAMPIR VON BIELEFELD SCHLÄGT WIEDER ZU

ERNEUT WURDE EINE LEICHE DES SERIENKILLERS IN BIELEFELD GEFUNDEN

 

Am gestrigen Morgen fanden laut Polizeiangaben zwei Jogger die Überreste der Leiche einer jungen Frau in einem Park in Bielefeld-Kammeratsheide. Der Kopf war das einzige, was von ihr übrig war und er wurde auf eine makabere Art und Weise wie die Büste der Nofretete gestaltet. Der Kopfschmuck und der Sockel wurden aus Kunstharz modelliert und sogar das blinde Auge der ägyptischen Pharaonin wurde nachempfunden. Der Täter bemalte einen Augapfel mit weißer Ölfarbe. Wie aus gut unterrichteten Quellen zu erfahren war, gibt es auch an dieser Leiche zwei Einstichstellen am Hals, die von einem Biss herrühren könnten.

 

Ist es Nachts noch sicher auf den Straßen von Bielefeld oder wird der Vampir weiter sein Unwesen treiben? Das LKA tappt immer noch im Dunkeln und langsam wird fraglich, ob sie jemals in der Lage sein werden, diesen mysteriösen Täter zu fassen.

 


 

Tageszeitungen vom 19.06.2001

 

Bielefeld. Noch immer gibt es keine heiße Spur im Fall des letzten Serienmörders, der in Bielefeld sein Unwesen treibt. Die Polizei ermittelt in mehrere Richtungen und verfolgt auch die eine oder andere Spur. Richtig heiße Verdachtsmomente gebe es jedoch noch nicht, so der Polizeisprecher des LKA und Leiter der Sonderkommission "Kunst-Mörder". "Wir können zu den laufenden Ermittlungen keine weiteren Auskünfte geben, appellieren aber weiter an die Bevölkerung, alle erdenklichen Hinweise an uns weiterzuleiten."

 

Die Belohnung in diesem Fall wurde mittlerweile auf 20.000 DM erhöht für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen.

 


 

Unter der täglichen Rubrik "Menschen in unserer Stadt" im Westfalen Blatt erscheint am Freitag, 29.06.2001, folgende Biographie.

 

SARAH KLEPP

 

Seid nun über vier Jahren ist Sarah Klepp in OWL tätig. "Anfangs", erinnert sich die 33-jährige, "hat man Körperkunst als Fingermalfarbe auf nackter Haut verstanden.". Seid damals hat sich dieses Bild jedoch deutlich verändert. Bekannte Werbeagenturen sind von Sarah Klepps Arbeiten überzeugt und bekunden weiteres Interesse. Vom simplen "Bodypainting" möchte sich die Künstlerin jedoch distanzieren. Derzeit arbeitet sie daran, eine Fotoserie zu  entwickeln, die ihre bisherigen Kompositionen aufgreift und ihre Entwicklung in den vergangenen Jahren dokumentiert.

"Ich glaube, dass ich in dieser Zeit einige Akzente setzen konnte. Dabei liegt mir vor allem am Herzen, dass diese Form der Kunst, die bereits seid Jahrhunderten in den verschiedensten Kulturen beheimatet ist, auch hier in Europa Anerkennung findet!" Jedoch ist sich Sarah Klepp bewusst, dass diesem Wunsch zur Zeit die aktuellen Geschehnisse gegenüberstehen. "Das sind die perversen Phantasien eines dilettantischen Plagiators!" bewertet die promovierte Kunstwissenschaftlerin. "Der menschliche Körper wurde hier auf beschämendste Weise seiner Würde beraubt. Den Opfern und den Angehörigen gilt mein aufrichtigstes Beileid!" Mit ihrer Arbeit möchte sie dennoch fortfahren, um ihre Kunst nicht auf die von ihr verurteilte Sensationsgier des Mobs reduziert zu sehen. "Es ist erschreckend, dass es tatsächlich Menschen geben soll, die sich am Geschehen auf unseren Straßen ergötzen. Ihre Erwartungshaltung ist ebenso entartet, wie die Gräueltaten des peinlicherweise betitelten Kunstmörders!" Eine Auswahl der Werke von Sarah Klepp werden in den nächsten Wochen im Lokalbüro des Westfalenblatt am Jahnplatz zu sehen sein. Die Künstlerin ruft dort in einer Spendenaktion für die Hinterbliebenen zu einer Solidaritätsbekundung auf, die ein klares Zeichen von Kunst und Menschen gegen zivile Ohnmacht sein soll!

 


 

Überregionale Tageszeitungen vom 14.07.2001 (und wieder die mit den vier GROSSEN Buchstaben)

 

DER VAMPIR VON BIELEFELD HAT WIEDER ZUGESCHLAGEN

DIE POLIZEI HAT IMMER NOCH KEINE HEIßE SPUR

 

Bereits am Donnerstag in den frühen Morgenstunden wurde wieder ein Opfer des Vampirs von Bielefeld entdeckt. An der Oelmühlenstraße Ecke Fröbel-Straße wurde die Leiche der bekannten Künstlerin Sarah Klepp entdeckt. Die 33-jährige hatte sich Ende Juni äußerst kritisch und abfällig über den Kunstmörder, wie der Vampir in Polizeikreisen genannt wird, geäußert und ihre Meinung im Westfalenblatt veröffentlichen lassen. Vielleicht wurde hierdurch die Eitelkeit des Psychopathen so weit verletzt, dass er diesmal sein Opfer nicht, wie es bisher schien, wahllos ausgesucht hat. Sarah Klepps Leiche weist allerdings keinerlei äußere Verletzungen auf, wie es bei allen anderen Opfern bisher der Fall war. Wie aus gut unterrichteter Quelle zu erfahren war, wurde sie betäubt und ist unter den Gipsbandagen, die die Hülle der Skulptur "Danaide" von Rodin bildeten, qualvoll erstickt. Eine Tat, die nicht vollkommen in das Muster der Täterin passt, aber alle Anzeichen sprechen dafür, dass sie diesen Mord trotzdem begangen hat.

 

Von Seiten des LKA ist auch nach diesem Mord immer noch keine Stellungnahme zu bekommen. Der Sprecher des LKA Markus Schuster lehnt jegliche Aussage aufgrund von Ermittlungsgefährdung ab.

 


 

15.07.2001, Westfalenblatt

 

Unsere Lady Liberty ist wieder zurück.

Wir wollen sie Überraschen.

Chiffre 190701

 

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Etwas weiter in den Bekanntschaften:

Geile Französin wartet auf  Dich.

Blumengroßmarkt 03:00h

Ruf mich an.

Chiffre 190701

 


 

19.07.2001, Westfalenblatt, Politik

 

Bielefeld. Der Bielefelder Oberstaatsanwalt Klaus Dieter Maywald begann eine neue Diskussion um die umstrittene Bielefelder Polizeibehörde als er gestern gegen Mittag sein Mandat im Fall des Kunstmörders niederlegte. "Unser neuer Polizeipräsident hat bis dato weder seine Absichten im Bezug auf die Bielefelder Drogenpolitik dargelegt noch die Kompetenzmisere zwischen lokaler Polizei und den Landes- und Bundesbehörden in Angriff genommen." Der Pressesprecher der Polizei räumte ein, dass sich die Bielefelder Polizei in einer Umbruchphase befindet und ein solches Verhalten seitens der Staatsanwaltschaft ein verfrühtes Bild erzeuge. Weiter Einzelheiten im Kommentar.

 

 

Kommentar:

Nun ist es also öffentlich! Die Staatsanwaltschaft sieht ihre Arbeit gefährdet, wenn sich die Polizei sich weiter gegen dringend notwendige Reformen verwehrt. Mit der Niederlegung seines Mandats hat Oberstaatsanwalt Maywald ein ernstes Zeichen gesetzt. So ist es bekannt, dass die Ermittlungsgruppe des BKA, welche den Kunstmörderfall bearbeitet, trotz einer Nachrichtensperre Informationen an die Boulevardpresse hat durchsickern lassen. Dieser Nachlässigkeit ist es nun zu verdanken, dass man unsere Stadt an einen Vampirmörder angedichtet hat. Eine effektive Aufklärungsarbeit ist so nicht zu leisten. Ebenso erschreckend ist der plötzliche Tod einer Künstlerin, welche noch zur Zivilcourage aufrief und dennoch trotz der Ermittlungsmethode des BKA ein weiteres Opfer der Mordserie wurde. Abgesehen davon macht sich die Unsicherheit in der Behörde bereits wirtschaftlich bemerkbar. In einer unlängst veröffentlichten Statistik rangierte Bielefeld unter den ersten 10 der wirtschaftsstärksten Städte Deutschlands. Mit Unternehmen wie Oetker, Miele, Schüco, AVA Gildemeister und eingesessenen Textilfirmen sind Bielefelder Produkte in aller Welt vertreten. Jedoch wird der Standort Ostwestfalen-Lippe immer unattraktiver wenn sowohl Polizei und Stadtverwaltung die Sicherheit des normalen Bürgers nicht mehr gewährleisten können. Die Schuld ist jedoch hauptsächlich in der Einflussnahme seitens des Landes und des Bundes begründet statt in der kommunalen Verwaltung. Die Parallelen zum Hamburger Justizkollaps sind nicht von der Hand zu weisen. Hier ist es an der Zeit unseren Oberbürgermeister und neuen Polizeipräsidenten in die Pflicht zu nehmen um dieser Entwicklung entgegenzutreten.

 

Dieser Text und alles was dazu gehört ist Fiktion. Alle Personen und Gegenstände sind NICHT real. Sie basieren auf dem Rollenspiel "Vampire: Die Maskerade".

 


 

24.7.2001, Westfalenblatt

 

GEGENDARSTELLUNG

 

Bielefeld. Die in unserem Kommentar zur Abdankung des Oberstaatsanwaltes Maywald am Donnerstag geäußerte Vermutung, dass die in einigen Boulevardzeitungen veröffentlichen internen Informationen über den Fall des Kunstmörders aus den Reihen des LKA stammen, ist falsch. Wie uns der Pressesprecher Markus Schuster mitteilte, gibt es hierzu keinerlei Verdacht. "In unserer Behörde gibt es keinerlei Anlass, an eine undichte Stelle zu glauben. Aber um ihre Verdächtigungen nicht als leeres Gerede abzustempeln, haben wir selbstverständlich Ermittlungen in diese Richtung eingeleitet."

 


 

24.7.2001, diverse lokale Zeitungen

 

KUNSTMÖRDER GEFASST!

 

Bielefeld. Nach allem Ärger der letzten Wochen im Bielefelder Behördenapparat ist es der örtlichen Polizei gelungen, die Kunstmörderin zu fassen. Eine junge Beamtin kam gerade hinzu, als ein neues Opfer platziert wurde. Diesmal war es die Freiheitsstatue die grotesk nachgearbeitet ausgestellt werden sollte. Die Beamtin jedoch reagierte sofort und nahm die seit Wochen vergeblich gejagte Mörderin fest. Wie sich bei weiteren Nachforschungen herausstellte, ist die Festgenommene ein Fan des Vampirgenres gewesen. In ihrer Wohnung fanden sich diverse Romane, Sachbücher und Filme über die Blutsauger. Anscheinend glaubte sie in ihrem Wahn, ein Nachfahre Draculas zu sein. Dies erklärt zumindest die Einstiche und Blutverluste der Opfer, die manche Zeitungen dazu verleiteten von dem "Vampir von Bielefeld" zu sprechen. Der Fahndungserfolg der Bielefelder Polizei wird von LKA-Sprecher Markus Schuster anerkannt: "Die junge Kollegin hat hier großartige Arbeit geleistet. Die Bürger Bielefelds können nun auch wieder nachts auf die Straßen ihrer Stadt. Ich gratuliere."

 


 

Boulevardzeitung, 24.07.2001 (die mit den VIER großen Buchstaben)

 

VAMPIR ERWISCHT!

 

Bielefeld. Die Bevölkerung Bielefelds kann aufatmen: Endlich ist der Vampir gefasst. Einer junge aufstrebende Beamtin der örtlichen Polizei gelang der Zugriff, als die Mörderin gerade ihr nächstes Opfer aufstellen wollte. Diesmal hatte sie eine Frau zu einem Ebenbild der Freiheitsstatue verwandelt. Wie der Sprecher des LKA Markus Schuster mitteilte, kam die Beamtin zufällig hinzu und hat sofort richtig gehandelt. Bei der Mörderin handelt es sich um eine Bielefelder Künstlerin, die bisher weitgehend unauffällig lebte. Sie wird von ihren Nachbarn zwar als etwas spleenig beschrieben, aber das hätte ihr niemand zugetraut. Renate S. (45), eine Nachbarin, dazu: "Uns allen läuft ein kalter Schauer den Rücken herunter, wenn wir daran denken, Tür an Tür mit dem Vampir gewohnt zu haben. Aber jetzt ist der Spuk ja endlich vorbei. Wir brauchen keine Angst mehr zu haben, wenn unsere Kinder in den Ferien abends noch auf der Straße sind." In der Wohnung der Mörderin fand die Polizei eine Sammlung von Vampirbüchern und -filmen. Markus Schuster dazu: "Wie es scheint, ist die Frau von dem Gedanken besessen, ein Vampir zu sein."

 

Vermutlich wird die Justiz die Blutsaugerin nicht lebenslänglich ins normale Gefängnis, sondern in eine geschlossene Anstalt einweisen. Doch wo auch immer sie letztlich landet. Wichtig ist, dass die Bielefelder wieder frei aufatmen können! Zumindest bis der nächste Serienkiller in die Stadt am Teutoburger Wald kommt.

 


 

Mittwoch, 26.09.01, diverse Tageszeitungen in der Domäne

 

RUBRIK FAMILIEN-NACHRICHTEN/GRÜßE:

 

Erwarte Dich heute Abend.

Deine rote Versuchung

 


 

Tageszeitungen vom 01.11.2001

 

Der Feuerteufel von Bielefeld hat wieder zugeschlagen Bielefeld. Wie die Polizei gestern abend bekannt gab, hat der Feuerteufel, der es auf Autos von Nobelmarken abgesehen hat, erneut zugeschlagen. Letzte Woche wurde ein Jaguar in Bielefeld Schildesche Opfer seiner Flammen.

 

Gestern war es ein 2 Wochen alter Porsche, der in Flammen aufging. Außerdem brannte in Münster auf dem Parkplatz des Uniklinikums ein Mercedes SLK völlig aus. Allerdings vermutet die Polizei bei dieser Tat einen Trittbrettfahrer, da alle bisherigen Taten sich in Bielefeld abspielten.

 

Doch die Detailkenntnis bis hin zum gleichen Brandbeschleuniger lässt Zweifel über diese Theorie entstehen, so ein Sprecher. Man ermittle zur Zeit in verschiedene Richtungen, eine heiße Spur bestehe jedoch nicht.

 


 

Folgende Anzeigen befinden sich am 12.11.2001  in den Zeitungen Bielefelds:

 

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24.11.2001, Bielefelder Tageszeitungen, Anzeigenteil

 

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Ab 21:00h im NEW ORLEANS

  

 

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Warte im New Orleans. J.B.

 


 

Bielefelder Tageszeitungen vom 11.12.2001

 

LIEBESERKLÄRUNG AUF DEM FUßBALLPLATZ

 

Beim gestrigen Nachholspiel der 2. Bundesliga auf der Bielefelder Alm kam es zu einem seltsamen Vorfall. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit standen Fans und Spieler im Dunkeln, weil die Flutlichtanlage ausfiel. Alle Anwesenden verhielten sich vorbildlich, so dass es nicht zu der befürchteten Panik kam, ehe das Licht nach wenigen Minuten wieder eingeschaltet werden konnte.

 

Ein Grund für die Ruhe war vermutlich auch der erstaunliche Aufruf, der an der Anzeigetafel prangte. „Wo bist du, Rick? Ich vermisse dich!“ stand dort in leuchtenden Lettern. Nachdem das Flutlicht wieder ging, wurde auch die Anzeigentafel wieder in Ordnung gebracht und zeigte schließlich den Spielstand „Arminia 3 – Freiburg 1“, was sich übrigens bis zum Ende des Spiels nicht änderte.

 

Wem die Fans die romantische Einlage zu verdanken hatte, konnten wir bis Redaktionsschluss nicht herauszufinden.

 


 

12.12.2001 

 

Radio Bielefeld, ab 6.45h, Stefan Scheller´s Sendung:

 

Ja Leute. Die Panne Montagabend auf der Alm ist ja nun geklärt. Seit gestern Nachmittag sitzt die holde Schönheit, die den Jungs in der Sprecherkabine den Kopf verdreht hat, wohl in der Untersuchungszelle. Der Stadionsprecher hat sie als eine Mischung aus Pamela Anderson und Marilyn Monroe mit der Stimme von Zarah Leander beschrieben. Naja, Gott sei dank ist das Spiel ja noch gut aus gegangen.

 

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Um 8.45h wird die Sendung folgendermaßen unterbrochen:

 

Ho, Ho, Ho, Freunde der Nacht. Eine namhafte Zimmerei und Sponsor der Arminia hat sich doch tatsächlich bereiterklärt eine Kautionssumme für unsere Unbekannte zu hinterlegen. Die Jungs wünschen sich nur, das Sie bei Ihnen am Wochenende zur Weihnachtsfeier kommt. Ja, Mann. Was soll man dazu noch sagen. Viel Spaß. Und hier geht's weiter mit Chris Rea und "Driving home for Christmas".

 


 

13.12.2001, Bielefelder Tageszeitungen

 

Am gestrigen Mittwoch fand sich auf dem Weihnachtsmarkt eine neue Attraktion, als eine junge Frau in einem knappen "Nikolauskostüm" von der Turmspitze der Nikolaikirche Flugzettel auf die Innenstadt regnen ließ.

 

"Gesucht wird:  Jung, Braune Haare, die fantastischsten Augen der Welt, den sinnlichsten Mund, und den heißesten Kuss. Lass mich Deine Nikola sein, Rick!" war dort zu lesen.

 

Wer ist Nikola? In ihrem gestrigen Outfit hat sie die vor allem die männlichen Besucher des Weihnachtsmarktes bezaubert. Wie uns berichtet wurde, trug sie ein Weihnachtsmannkostüm, welches ihre Figur an den passenden Stellen besonders betont und schwarze Lackstiefel, die über die Knie reichen. Die Augenzeugen zogen Vergleiche mit dem weiblichen Schokoladen-Weihnachts-"Mann", den es überall zu kaufen gibt. Zum Schutz vor dem Wetter trug sie einen transparenten Regenmantel. Ihr aufreizendes Outfit stahl sogar Ernie die Schau, der sich wieder nackt am Alten Markt präsentieren wollte.

 

Und wer ist Rick? Eines ist sicher, er muss ein Traummann sein, wenn eine gut aussehende junge Frau solche Strapazen auf sich nimmt, um seine Aufmerksamkeit zu erregen.

 


 

Bielefelder Tageszeitungen, Samstag, 15.12.2001

 

Die romantische Geschichte um Nikola und Rick hat nun einen findigen Geschäftsmann dazu angeregt, T-Shirts mit den Namen der beiden „Hauptdarsteller“ zu bedrucken. Seit gestern abend sind diese auf dem Bielefelder Weihnachtsmarkt erhältlich und finden, wie es scheint einen reißenden Absatz.

 

Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit scheinen die Bielefelder Bürger großen Anteil an der Liebe Nikolas zu ihrem Traummann zu nehmen. Wir hoffen alle, dass dieses Märchen das für Märchen typische gute Ende haben wird.

Wer ist Rick? Wann wird er seine Nikola in die Arme schließen?  

 

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FAMILIENNACHRICHTEN/KONTAKTANZEIGEN:

 

Nikola gesucht und gefunden!?! Rick wartet auf dich unter der Tel (0521-3256874) - Rick erwartet dich sehnsüchtigst."  

 

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Xanthippe, Anna, Lazarus
One down Three to go

 


 

Bielefelder Tageszeitungen, Montag, 17.12.2001

 

RATTENPLAGE

 

Am Samstagnachmittag musste ein Studentenwohnheim an der Wertherstraße geräumt werden, weil sich dort eine wahre Rattenplage entwickelt hatte. Nachdem zunächst nur wenige Tiere in der Umgebung gesehen wurden, nahmen die Nager das Gebäude im Laufe des Samstags fast gänzlich in Beschlag.

 

Günter W. (19), ein Bewohner des Hauses erzählte uns dazu: „Als ich vorhin aufstand und in die Küche ging, saß tatsächlich eine Ratte auf dem Herd und schleckte offensichtlich die Essensreste von gestern aus einem Topf.“ Eine junge Studentin erschauerte immer noch, als sie uns berichtete, wie sie schlaftrunken in ihrem Bad auf eine Ratte getreten war.

 

Bis auf weiteres ist das Wohnheim gesperrt und außer den Kammerjägern wird es in den nächsten Tagen wohl niemand betreten können.

 

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NEUES VOM BIELEFELDER WEIHNACHTSMÄRCHEN

 

Am gestrigen Sonntag verteilten gut aussehende und knapp bekleidete junge Männer Handzettel auf dem Bielefelder Weihnachtsmarkt. Ihr Outfit erinnerte sehr an das männliche Schokoladenpendant zu unserer Nikola, der in den Regalen unter dem Namen Niklas zu finden ist.

 

Die Handzettel enthielten denselben Aufdruck, wie ein Zeppelin, der nachmittags seine Kreise über die Innenstadt zog. „Nikola gesucht und gefunden !?! Rick wartet auf dich unter der Tel (0521-3256874) - Rick erwartet dich sehnsüchtigst." war dort in leuchtenden Buchstaben zu lesen.

 

Sollte das Märchen tatsächlich noch kurz vor Weihnachten gut ausgehen, so dass Nikola und ihr Rick gemeinsam unter dem Weihnachtsbaum feiern können? Ganz Bielefeld fiebert mit den beiden Liebenden.  

 


 

17.12.2001

 

An verschiedenen Plakatwänden in Bielefeld sind die aktuellen Werbeflächen von einer Graphik überdeckt worden.

 

Diese zeigt eine Fotomontage der Pont-Neuf in Paris und zweier Menschen, die aufeinander zulaufen. Der Text lautet: Oh Rick. Wenn Du doch nur bei mir wärst.

 

In der unteren Ecke ist ein Aufkleber mit den Worten: Gero Schlier, Graphikdesign, Brackwede

 


 

Bielefelder Tageszeitungen vom 19.12.2001

 

WANDERRATTEN

 

Pünktlich zu Weihnachten ist das Studentenwohnheim an der Wertherstraße von der Rattenplage befreit. Doch es ist nicht dem Verdienst der sofort angerückten Kammerjäger zu verdanken, dass die lästigen Nager so schnell das Gebäude verließen. Aus bisher unerfindlichen Gründen sind die Ratten in der Nacht von Montag auf Dienstag anscheinend weitergezogen und machen nun ein Wohnheim direkt neben der Uni unsicher. Während die Studenten an der Werther Straße wieder zurückkehren können, müssen ihre Kommilitonen an der Universitätsstraße die Koffer packen.

 

Der Chef der beauftragten Kammerjäger-Firma äußerste sich verwirrt über den Umzug der Ratten. "Ich habe noch nie erlebt, dass eine solche Menge von Ratten so schnell das eine Feld räumt, nur um dann ein neues Haus zu überfallen. Wenn es nicht eine Legende wäre, würde ich sagen, wir haben hier einen Rattenfänger, der die Ratten von A nach B locken kann. Doch ich hoffe, dass uns hier nun die Biester nicht wieder entschlüpfen und dass alle alle Beteiligten noch ein entspanntes Weihnachtsfest feiern können."

 

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RUBRIK: KONTAKTE UND VERSCHIEDENES...

 

"Ich, rote Haare schwarzes Outfit habe Dich im November im Kick in Herford kennen gelernt. Bitte melde Dich! Chiffre: RICK 4711"

 

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Derselbe Text, nur mit der Änderung Tel. 0521/abcdef ziert als Fassadenwerbung mit ca. 50qm ein Baugerüst, das vom Ostwestfalendamm stadtauswärts gesehen werden kann.

 


 

19.12.2001

 

Um ca. 12.00h bis 13.00h kreist ein einmotoriges Sportflugzeug mit einem Banner hinterher über Bielefeld seine Kreise. Es ist zu lesen: Rick Ich liebe Dich!

 

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Kurz darauf ist in Radio Bielefeld zu vernehmen:

 

"Wir unterbrechen die Sendung für eine Verkehrsnachricht: Auf der Detmolder Str. ist es zu einigen schweren Unfällen gekommen. Die Straße wurde vollständig auf der Höhe Teutoburger Str. gesperrt. Umfahren Sie das Gebiet weiträumig. Aus einem Werbeflieger sind Plastikherzen aus einer Folie abgeworfen worden, die die Unfälle hervorgerufen haben. Bitte fahren sie vorsichtig, wenn sie diese auf der Fahrbahn sehen, da Rutschgefahr besteht."

 


 

27.12.2001, Bielefeld

 

Auf der großen Videowerbeleinwand am Jahnplatz ist eine Werbesequenz hinzugefügt worden. Sie zeigt eine recht gut gelungene Computergraphik von HenRick Nachtigall und den Text: Rick. Du bist mein Prinz. Bitte melde Dich! Tel.: 0521/abcdef

 


 

"Diese Texte sind Fiktion. Alle Personen und Gegenstände sind nicht real. Sie basieren auf dem Rollenspiel Vampire: Die Maskerade."

 

 

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